Bayern setzt Spaziergang zum Titel fort

2. Februar 2014, 19:53
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5:0 gegen Eintracht Frankfurt war das 44. Ligaspiel ohne Niederlage - Mario Mandzukic wieder in der Startelf

Als Mario Mandzukic kurz vor Schluss doch noch getroffen hatte, traten bis auf Torwart Manuel Neuer alle Kollegen auf dem Platz zur Gratulationskur an. Auch Thiago, der am Ende mit 177 Ballkontakten für einen neuen Bundesligarekord gesorgt hatte, klopfte Mandzukic anerkennend auf die Schulter.

Mandzukic in Startelf

Der Kroate hatte beim 5:0 (2:0) von Bayern München gegen Eintracht Frankfurt mit seinem elften Saisontreffer mächtig Werbung in eigener Sache betrieben, nachdem sein Trainer Pep Guardiola ihn wegen mangelnder Trainingsleistung für den Rückrundenstart bei Borussia Mönchengladbach (2:0) suspendiert und im Nachholspiel beim VfB Stuttgart (2:1) erst in der 60. Minute eingewechselt hatte.

Gegen die Eintracht stand Mandzukic wieder von Beginn an in der Startelf und wurde ständig gesucht, ehe er dann mit einer feinen Einzelleistung den Schlusspunkt setzte. Der FC Bayern hatte bereits zuvor seinen lockeren Spaziergang zum frühesten Meistertitel der Bundesliga-Historie fortgesetzt. Die Eintracht war für den derzeit übermächtigen Rekordmeister nur ein Spielball. Für den Triple-Sieger war es nun schon das 44. Ligaspiel ohne Niederlage.

Den elften Sieg in Serie der Rekord-Bayern, die weiter 13 Punkte vor Leverkusen liegen, leitete Mario Götze in der 12. Minute ein. Franck Ribéry, der nach überwundener Verletzung erstmals in der Rückrunde wieder dabei war, sorgte vor 71.000 Zuschauern in der 44. Minute für das 2:0. Der zwei Minuten zuvor eingewechselte Arjen Robben erzielte das 3:0 (67.), ehe noch Dante (69.) und eben Mandzukic (89.) trafen. Die Mannschaft von Coach Pep Guardiola verpasste bei mehreren klaren Möglichkeiten einen noch höheren Sieg.

Dämpfer im Abstiegskampf

Für die Eintracht, die in der 76. Minute noch den guten Torwart Kevin Trapp (Knieverletzung) durch Bundesliga-Debütant Felix Wiedwald ersetzen mussten, war es nach einem kurzen Hoch durch den Sieg in der vergangenen Woche gegen Berlin (1:0) ein weiterer Dämpfer im Abstiegskampf. "Wir waren hoffnungslos unterlegen. Bayern spielt in einer anderen Liga", kommentierte Frankfurts Vorstandsboss die Schlappe.

Die Münchner übernahmen nach einer Halbchance durch Alexander Meier (2.) sofort die Initiative und schnürten die Eintracht ein. Zunächst scheiterte Mandzukic am glänzend reagierenden Kevin Trapp (8.). Zwei Minuten später prallte ein Schuss von Xherdan Shaqiri an den Außenpfosten.

Allzu lange hielt die Defensive der Hessen dem Druck aber nicht stand. Nach weitem Pass von Dante und Ablage von Mandzukic erzielte Götze mit einer herrlichen Direktabnahme seinen sechsten Saisontreffer. In der 23. Minute verhinderte erneut Trapp den zweiten Treffer des Nationalspielers.

Sieg hätte höher ausfallen können

Während sich bei der Eintracht das Fehlen der Stammspieler Sebastian Rode und Carlos Zambrano, die von Veh geschont wurden, durchaus bemerkbar machte, konnte sich Guardiola den Luxus erlauben, Toni Kroos, Robben und Thomas Müller erst einmal draußen zu lassen. Der Überlegenheit der Bayern tat dies kaum einen Abbruch.

Nur einmal gerieten die Bayern in der ersten Hälfte ernsthaft in Gefahr, als Thiago einen Schuss von Sebastian Jung abfälschte. Torwart Manuel Neuer konnte in dieser Szene seine Klasse unter Beweis stellte (33.). Ribéry sorgte noch vor der Pause für die Vorentscheidung.

Nach dem Wechsel änderte sich an der Münchner Dominanz nichts. Götze hatte mit einem Pfostentreffer Pech, Ribéry traf die Latte. Zudem rettete erneut Trapp, mit Abstand bester Frankfurter, in höchster Not gegen Rafinha und dann gegen Ribéry (57. und 62.). Gegen Robbens Schuss nach feiner Vorarbeit von Götze zum 3:0 hatte er dann aber keine Chance, genauso gegen Dantes Kopfball. Mandzukic betrieb dann mit seinem elften Saisontor noch Eigenwerbung. Joselu hatte zuvor die einzige Möglichkeit der Hessen verstolpert.

Bei den Bayern überzeugten insbesondere die spielstarken Thiago und Götze. Bei den Gästen überzeugte bis zu seiner Verletzung allenfalls Trapp, der eine höhere Niederlage verhinderte. Alaba war auf der linken Abwehrseite bis zur 75. Minute im Einsatz, erstmals in der laufenden Saison wurde er von Coach Josep Guardiola ausgewechselt. (sid, 2.2.2014)

  • David Alaba und Mario Götze an einem feierlichen Sonntag.
    foto: apa/epa/kneffel

    David Alaba und Mario Götze an einem feierlichen Sonntag.

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