BOKU-Ball: ÖH kritisiert "fremdenfeindliche Äußerungen" Rupprechters

2. Februar 2014, 16:57
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"Für einen Bundesminister untragbar" - Rupprechter bietet "klärendes Gespräch" an

Wien - Die ÖH an der Universität für Bodenkultur (BOKU) wirft Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) "fremdenfeindliche Äußerungen" während seiner Eröffnungsrede am BOKU-Ball vor. Demnach hat der VP-Politiker Kritik des ÖH-Vizevorsitzenden an der Wissenschaftspolitik der Regierung mit dem Hinweis auf dessen Herkunft aus Ostdeutschland abgetan. Rupprechter bietet ein "klärendes Gespräch" an.

Johann Strube, ÖH-Vize an der BOKU, hatte bei der Eröffnung des Balles am 31. Jänner die Eingliederung des Wissenschafts- in das Wirtschaftsministerium kritisiert. Rupprechter hielt dem laut einer Aussendung der Hochschülerschaft entgegen: "Mein Freund, von einem aus Mecklenburg-Vorpommern brauchen wir uns nicht sagen zu lassen, wie wir Wissenschaftspolitik gestalten. Als ich studiert habe, herrschte dort noch Realsozialismus."

Die ÖH sieht darin eine Diskreditierung aller hierzulande politisch engagierten Nicht-Österreicher. "Für einen Bundesminister sind solche Aussagen untragbar", meint Strube. Schließlich habe er als gewählter Studentenvertreter die demokratische Legitimation, sich bildungspolitisch zu äußern. Die ÖH erwägt daher, Rupprechter nicht mehr als Ehrengast zum Ball einzuladen.

In Rupprechters Büro hieß es auf APA-Anfrage, der Minister werden Strube "gerne zu einem klärenden Gespräch einladen". (APA, 2.2.2014)

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