Clash der Ideologien: Der Glaubenskrieg um die Mariahilfer Straße

Blog2. Februar 2014, 16:56
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FS Misik diese Woche mit folgenden Themen:

1. Der Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl: Ein lieber Genosse, ein feiner Genosse, ein ganz feiner Genosse.

2. Glaubenskrieg um die Mariafhilfer Straße: Nicht immer kann man lechts und rinks klar unterscheiden, aber wenn man die Dinge etwas grob sortiert, dann stellt man fest, dass die eher modernen Rechten, Neokonservativen und Wirtschaftsliberalen, heute oft für Beschleunigung sind, für Innovation der Innovation willen - das Neueste schlägt das Neue und das ist gut so, das bringt Fortschritt. Geschwindigkeit gilt als ein wesentlicher Wert. Wohingegen viele Linke eher für Entschleunigung sind, ein Wort, das der Sozialwissenschaftler Hartmut Rosa berühmt machte. Stress, Hektik, schneller Takt der zeitgenössischen Arbeits- und Lebenswelt überfordern die Menschen. So sieht man das in wesentlichen Teilen der eher linken Milieus. Geschwindigkeit versus Entschleunigung, so sortieren sich hier die Meinungsfronten. Dahinter stehen ideologisierte Lebensgefühle. Es ist diese Ideologisierung, im konkreten Fall primär von der rechten Seite, die den Streit um die Mariahilfer Straße zu einem Glaubenskrieg machte. (Robert Misik, derStandard.at, 2.2.2014)

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