Nächster Rückschlag für Bremen

1. Februar 2014, 23:32
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1:3-Niederlage nach Führung in Augsburg - HSV stürzt weiter ab - Stuttgart verliert gegen Leverkusen wieder mit spätem Gegentor

Der Absturz des Hamburger SV hält an. Der Tabellendrittletzte verlor am Samstag das Krisenduell bei 1899 Hoffenheim mit 0:3 und droht nun am Sonntag sogar auf einen der beiden Abstiegsplätze der deutschen Fußball-Bundesliga durchgereicht zu werden. Für den HSV war es die fünfte Niederlage in Serie - eine solche Negativserie gab es zuletzt 1970/71. Der Druck auf Trainer Bert van Marwijk steigt.

Der Tabellenzweite Bayer Leverkusen fuhr hingegen nach zuletzt drei Niederlagen in Serie durch ein 2:1 gegen den VfB Stuttgart wieder einen Sieg ein. Im Kampf um die europäischen Plätze besiegte Schalke 04 den VfL Wolfsburg mit 2:1. Mainz schloss durch ein 2:0 gegen den SC Freiburg zu den vorderen Rängen auf. Augsburg gewann gegen Werder mit 3:1. Die Bremer liegen damit weiter nur vier Zähler vor dem HSV.

Die emotionslos spielenden Hamburger wurden zu Beginn geradezu überrollt von den spielstärkeren Hoffenheimern. Roberto Firmino (4.) brachte die Hausherren auch rasch voran. Niklas Süle (44.) erhöhte noch vor der Pause, auch beim 0:3 durch Andreas Beck (60.) zeigte sich die HSV-Abwehr indisponiert. Damit warten die Hamburger weiter seit Ende November auf einen Punktgewinn.

Harnik verletzt sich bei Niederlage

Leverkusen erwischte erneut einen schlechten Start, Stuttgarts Moritz Leitner zirkelte einen Fernschuss nach zwölf Minuten in den Winkel. Doch Bayer zeigte sich wenig beeindruckt, Stefan Kießling (26.) und Eren Derdiyok (84.) sorgten für die Leverkusener Erleichterung. Beim VfB musste Martin Harnik in der 62. Minute vom Feld, nachdem er sich nach einem Foul an ihm offenbar an der Schulter verletzte.

Schalke bescherte Kevin-Prince Boateng (81.) drei Zähler gegen Wolfsburg. Christian Fuchs erlebte den Sieg der Gelsenkirchner nur von der Tribüne aus, der ÖFB-Teamkapitän musste aufgrund von Kniebeschwerden passen. Erstmals auf der Freiburger Bank Platz nehmen konnte Philipp Zulechner, zu Spielminuten kam der Ex-Grödiger beim 0:2 in Mainz aber nicht. Freiburg bleibt damit nur einen Punkt vor den Hamburgern und dem Relegationsplatz.

Mönchengladbach fliegt in Hannover aus den CL-Startplätzen

Zweites Spiel im Jahr 2014, zweite Niederlage für Borussia Mönchengladbach: Das Team von Trainer Lucien Favre ist nach einer verdienten 1:3 (0:0)-Niederlage bei Hannover96 erstmals seit dem neunten Spieltag aus den Champions-League-Rängen gerutscht. Schalke 04 zog am 19. Spieltag an den Fohlen vorbei, die nun schon seit vier Runden auf einen Sieg warten. Für die 96er läuft es dagegen seit dem Amtsantritt von Chefcoach Tayfun Korkut wie geschmiert. Die Roten vergrößerten beim Heimdebüt des Nachfolgers von Mirko Slomka ihr Polster auf die Abstiegsränge und führen die zweite Tabellenhälfte an.

Artjoms Rudnevs (57.) sorgte per Kopf vor 47.000 Zuschauern die Führung für Hannover. Nach exakter Flanke von Szabolcs Huszti ließ die Leihgabe des Hamburger SV Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen im Tor der Gäste keine Abwehrchance. Es war der zweite Treffer des Letten im zweiten Spiel für die 96er. Mama Diouf (82. und 90.) machte mit seinem Doppelpack den Sieg perfekt. Für Gladbach reichte es nur noch zum Anschlusstreffer durch Peniel Mlapa (84.).

Dutt ist sauer

Freuen durfte sich indes Alexander Manninger im Gehäuse des FC Augsburg. Jan-Ingwer Callsen-Bracker erzielte nach einer Junuzovic-Ecke zwar bereits in der dritten Minute per Eigentor die Werder-Führung, Tobias Werner (11.) glich jedoch schnell aus. Nach Gelb-Rot für Bremens Santiago Garcia in der Nachspielzeit nutzte Halil Altintop die Überzahl (49.). Ein Schnitzer des Ex-Kapfenbergers Raphael Wolf im Bremer Tor sorgte schließlich für das 3:1 durch Andre Hahn (55.). Für die Bremer, bei denen Sebastian Prödl in Abwesenheit der verletzten Clemens Fritz und Aaron Hunt die Kapitänsschleife trug, geht es nun in der kommenden Runde zu Hause gegen Dortmund weiter.

Trainer Robin Dutt drohte seinen Fußball-Profis nach der Niederlage mit Konsequenzen. "Intern werden sich einige auf etwas einstellen müssen", sagte Dutt während der Pressekonferenz. Eine Namensliste mochte der Coach nicht nennen, sie werde aber "nicht kurz" sein. Dutt wollte sich nach der neunten Saison-Niederlage nicht länger vor sein Team stellen. Er vermisste in Augsburg vor allem die Aggressivität: "Ich bin einigermaßen sauer - und das ist noch untertrieben." (sid/APA, 1.2.014)

  • Werder läuft auch in Augsburg erfolgreichen Zeiten weit hinterher
    foto: apa

    Werder läuft auch in Augsburg erfolgreichen Zeiten weit hinterher

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