Der eisige Gipfel des Genusses

31. Jänner 2014, 20:22
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Die Denver Broncos sind beim Super Bowl dank Quarterback Manning gegen die Seattle Seahawks favorisiert

East Rutherford / Wien - Auch für John Hickenlooper ist die Super Bowl XLVIII (Montag, 0.30 live in Puls 4 und auf derStandard.at) einfach der Gipfel des Genusses. Hübsch veranschaulicht das der Gouverneur von Colorado durch ein Dekret, das die temporäre Umbenennung der 53 mehr als 14.000 Fuß hohen Berge seines Staates anordnet. Nur für den Super Bowl Sunday werden die Riesen nach Spielern der Denver Broncos benannt, die im MetLife Stadium von East Rutherford, New Jersey, in Denvers siebentem Finale der National Football League (NFL) auf die Seattle Seahawks treffen und um den dritten Titel nach 1998 und 1999 spielen.

Klar, dass der ehemalige Bürgermeister von Denver den Mount Elbert, also den mit 4401 Metern höchsten Berg der Rocky Mountains, Peyton William Manning zugedacht hat. Vor allem wegen ihres Starquarterbacks werden die Broncos im Ringen um die Vince Lombardi Trophy von den Buchmachern leicht favorisiert. Manning hat während der Saison mit 55 Touchdowns und 5477 Yards Raumgewinn bereits zwei Bestmarken aufgestellt. Jetzt winkt dem 37-Jährigen aus New Orleans der zweite Titelgewinn nach jenem mit den Indianapolis Colts am 4. Februar 2007.

Mag sein, es ist auch ein gutes Omen, dass Peyton Manning in der Heimstätte der New York Giants nach seinem zweiten Super-Bowl-Ring greift, also jenes Klubs, den sein um fünf Jahre jüngerer Bruder Eli zweimal als Quarterback und als wertvollster Spieler des Showdowns zum Titel geführt hatte (2008 und 2012).

Vier Millionen Dollar für 30 Sekunden

Manning der Ältere gilt auch als erster Anwärter auf die Auszeichnung zum Most Valuable Player der Super Bowl, allerdings quotenmäßig gefolgt von den Stars der Seahawks, von Quarterback Russell Wilson (25) und von Runningback Marshawn Lynch (27), die beide in der zweiten Super Bowl des Teams aus Seattle - die erste ging 2006 gegen die Pittsburgh Steelers verloren - um ihren ersten Titel ringen.

Während der Saison war zu sehen, dass die Broncos über die beste Offensive verfügten, während die Seahawks vor allem defensiv überzeugten. Darüber, für welchen Stil die erwarteten Bedingungen im ersten Freiluftfinale in einer sogenannten Cold Weather City zu- oder abträglich sind, konnte im Vorfeld trefflich gestritten werden.

Unberührt davon ist das übliche Rundherum beim weltweit größten und lukrativsten Einzelsportevent. Die Super Bowl XLVIII wird landesweit wieder zumindest 100 Millionen Menschen vor die Fernseher bannen. Für einen 30-sekündigen Werbespot während der Übertragung verrechnet Fox vier Millionen Dollar.

Die Hymne vor dem Spiel gibt Opernstar Renée Fleming. Die Pausenshow vor den 82.500 Zusehern im MetLife Stadium besorgen die Red Hot Chili Peppers und Bruno Mars. Und die größte europäische Super-Bowl-Party steigt traditionell und in Zusammenarbeit mit den Vikings Vienna im Wiener Hotel Marriott, wo es die letzten 100 Karten ab 20 Uhr an der Abendkassa gibt. (sid, lü, DER STANDARD, 1./2.2.2014)

  • Peyton Mannings Spiel gilt als wetteranfällig, sobald die Temperaturen in den Keller sinken.
    foto: ap/slocum

    Peyton Mannings Spiel gilt als wetteranfällig, sobald die Temperaturen in den Keller sinken.

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