Die halbe Liga in Abstiegsgefahr

31. Jänner 2014, 17:08
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Darunter auch vier Österreicher-Clubs - Freiburgs Zugang Zulechner für Spiel in Mainz fraglich

Während Tabellenführer Bayern in der deutschen Fußball-Bundesliga unaufhaltsam Richtung erfolgreicher Titelverteidigung marschiert und auch am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt großer Favorit ist, kämpft die halbe Liga gegen den Abstiegskampf. Darunter auch die Österreicher-Clubs Nürnberg (Pogatetz), Freiburg (Zulechner), Stuttgart (Harnik) und Werder Bremen (Junuzovic, Prödl).

Als besonders dramatisch wird die Lage aber beim Drittletzten Hamburg empfunden. Der sportliche Abwärtstrend des einzigen nie abgestiegenen Liga-Gründungsmitglieds mit zuletzt vier Niederlagen veranlasste alle Beteiligten zu deutlichen Worten. "Es ist eine Minute vor Zwölf, Alarmphase eins", warnte Trainer Bert van Marwijk vor dem "Schießbuden-Duell" mit Hoffenheim. 41 bzw. 42 Gegentore sind die Liga-Höchstwerte.

Nur drei Punkte mehr als der in der Relegationszone befindliche HSV weist derzeit Stuttgart mit Martin Harnik auf. Die ernüchternde Bilanz mit fünf Niederlagen in den zurückliegenden sechs Partien verheißt wenig Gutes für das Spiel beim Tabellenzweiten Leverkusen. Mut schöpfen die Schwaben aus dem starken Auftritt am Mittwoch im Nachholspiel gegen den FC Bayern (1:2). "Wir haben gesehen, zu was die Jungs imstande sind. Wir werden dieses Level einfordern", sagte Trainer Thomas Schneider.

Wie der HSV, Stuttgart und Frankfurt müssen auch die bedrohten Teams aus Bremen (in Augsburg), Nürnberg (Berlin) und Freiburg (Mainz) auswärts antreten. Das schmälert die Chance, Boden im Kampf um den Klassenverbleib gutzumachen. Ob Freiburgs Neuzugang Philipp Zulechner gegen die Mainzer des verletzten Julian Baumgartlinger im Kader steht, ließ Trainer Christian Streich bis zuletzt offen, für den Stürmer hatte er dennoch nur gute Worte über: "Aufmerksam, fleißig und offen, dazu sehr ehrgeizig und präsent auf dem Platz, mit und gegen den Ball."

Sebastian Prödl und Zlatko Junuzovic sind mit Werder nur vier Punkte über dem "Strich". Ein Sieg beim FC Augsburg, bei dem Alexander Manninger für den verletzten Marwin Hitz in die Startelf zurückkehrt, würde die Dutt-Elf aber zwei Zähler an die neuntplatzierten Augsburger heranbringen. "Es wird ein knappes Duell", prophezeite Dutt, dessen Truppe zum Frühjahrsauftakt über ein 0:0 gegen Braunschweig nicht hinausgekommen war.

Wesentlich besser schaut es für Christian Fuchs und Martin Stranzl aus. Fuchs hat mit Schalke einen Heimsieg im Duell mit Tabellennachbar Wolfsburg im Sinn, dann würde man weiter im Rennen um einen Champions-League-Platz bleiben. Zwei Punkte vor den "Knappen" auf Rang vier liegen Stranzls Gladbacher, die ebenfalls am Samstag bei Hannover 96 antreten. (APA, 31.1.2014)

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