Ungarischer Filmregisseur Miklós Jancsó gestorben

31. Jänner 2014, 17:20
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Erhielt 1972 für seinen Film "Red Psalm" den Regiepreis in Cannes

Budapest - Der Filmregisseur Miklós Jancsó, zentraler Vertreter der ungarischen "Neuen Welle" der 1960er-Jahre, ist 92-jährig gestorben. Jancsó feierte u. a. mit Roter Psalm (1972) auch große internationale Erfolge. Für den Historienfilm über die Bauernrevolution im 19. Jahrhundert wurde er in Cannes als bester Regisseur prämiert. Jancsós Markenzeichen waren Plansequenzen, in denen sich Geschichte in Landschaften reflektierte - eine Ästhetik der Reduktion, die Regiekollegen wie Béla Tarr beeinflusst hat. Im kommunistischen Ungarn sorgten auch spärlich bekleidete Frauen in seinen Filmen für Aufsehen. Sein Werk, etwa Die große Orgie rund um Eskapaden von Kronprinz Rudolf, harrt im deutschsprachigen Raum einer Wiederentdeckung. (kam, DER STANDARD, 1./2.2.2014)

  • Der ungarische Filmemacher Miklos Jancso.
    foto: epa/szilard koszticsak

    Der ungarische Filmemacher Miklos Jancso.

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