Je weniger Kassenärzte, desto mehr Arbeit für Spitäler

31. Jänner 2014, 09:18
64 Postings

Hohe Wahlärzte-Dichte verteuert System - Einkommensschwache Haushalte gehen in Ambulanz

Wien - Je weniger Kassenärzte es in einer Region gibt, desto mehr Arbeit bleibt bei den Ambulanzen hängen: Das hat eine Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) ergeben.

Liegt in einer Region die ärztliche Versorgung mehr bei den Wahlärzten ohne Kassenvertrag, bedeutet das eine höhere Frequenz in den Spitalsambulanzen. "Es konnte statistisch gezeigt werden, dass der Primärversorgungsbereich tatsächlich das Potenzial haben dürfte, die Inanspruchnahme von Spitalsambulanzen zu substituieren", sagt Studienautor Thomas Czypionka. Eine Reform wäre daher gut beraten, den niedergelassenen Bereich auszubauen, heißt es in der Studie, die im Auftrag des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger erstellt wurde. 

Ärmere Haushalte häufiger in Ambulanzen

Ein weiteres Ergebnis der Studie, die vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde: Je weniger Einkommen ein Haushalt zur Verfügung hat, desto häufiger werden Ambulanzen besucht. (APA/red, derStandard.at, 31.1.2014)

  • Je ärmer ein Haushalt, desto eher werden Ambulanzen dem niedergelassenen Bereich vorgezogen.
    foto: dpa/pleul

    Je ärmer ein Haushalt, desto eher werden Ambulanzen dem niedergelassenen Bereich vorgezogen.

Share if you care.