"Wiesensterben": Rupprechter weist Kritik zurück

30. Jänner 2014, 18:21
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Artenvielfalt sei ihm ein großes Anliegen, sagt der neue Landwirtschaftsminister - Förderungen würden ausgebaut

Innsbruck/Wien - Im Landwirtschaftsministerium herrscht Unverständnis. Die in den vergangenen Wochen von Natur- und Tierschutzorganisationen mehrfach geäußerte Kritik, dass Almen und Blumenwiesen aufgrund mangelnder Förderungen gefährdet seien, treffe "sicher nicht zu".

Das Programm werde zwar derzeit noch ausverhandelt, inzwischen stehe aber bereits fest, dass die Förderungsmaßnahmen für extensive Grünflächen ausgebaut würden. "Die Artenvielfalt auf Blumenwiesen, Almflächen und Hutweiden ist mir ein großes Anliegen", lässt Andrä Rupprechter (ÖVP) den Kritikern ausrichten.

Im Dezember hatten sich WWF, Naturschutzbund, Birdlife, Naturfreunde und weitere Organisationen unter der Federführung des vielfach ausgezeichneten Ökologen Georg Grabherr zusammengeschlossen, um "die heimischen Blumenwiesen zu retten". Eine gemeinsam initiierte Petition wurde von mehr als 21.400 Menschen unterschrieben.

Fahrplan für Natura 2000

Am Freitag soll das Ansuchen an Rupprechter übergeben werden. Er kommt nach Innsbruck, um an einer Naturschutzkonferenz teilzunehmen, für die auch die zuständigen Landesräte aller Bundesländer anreisen. Ziel ist ein Übereinkommen zur Umsetzung der EU-Richtlinie über Natura 2000 - wegen der derzeit ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich läuft. (mika, DER STANDARD, 31.1.2014)

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