Hyundai i10: Für kleine Touristen – und anspruchsvolle Sparer

5. Februar 2014, 17:21
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Der Hyundai i10 macht den etablierten Europäern inzwischen auf Augenhöhe Konkurrenz

Man muss natürlich nicht kleinwüchsig sein, um den i10 zu mögen, aber es ist nicht von Nachteil. Denn dann hat man noch mehr Platz im jüngsten Neuzugang der modernisierten Hyundai-Flotte aus Korea. Was sofort positiv auffällt: Die Annehmlichkeiten der Premium-Klasse sickern peu à peu in die Kleinwagenserien. Elektronische Stabilitätskontrolle ESC, fahrdynamisches Stabilitätsmanagement VSM und ABS sind mit Sicherheit kein Nachteil.

Allerdings fragt sich der gemeine User, wozu ein sympathisches Spuckerl wie der i10 eine Einparkhilfe braucht. Dieser Wagen reicht nicht weiter als sein Horizont: Wo es aus ist, ist es wirklich aus. Übersichtlicher geht's nicht.

Premium-Test-Wagen

Über beheizbares Lederlenkrad und Sitzheizung (vorn) wie in dem von Hyundai zu Testzwecken zur Verfügung gestellten Premi­um-Modell kann man natürlich streiten. Da sich der Kleinwagen vermutlich speziell an weibliche Kundschaft richtet (das klassische Zweitauto für die Mama), erklären sich die Aufwärmhilfen freilich von selbst. Nicht selten bepackt mit Einkäufen für Kind und Kegel, werden sie das schlüssellose Smartkey-Paket hingegen schätzen. Wer auf Assets wie diese, Tempomat und Winterpaket verzichten mag, spart freilich an die tausend Euro und bekommt den i10 in der Premium-Grundversion um 13.390 Euro. Bei der Metallic-Lackierung ("Star Dust") ließen sich weitere 400 Euro einsparen.

Übrig bleibt abzüglich des Schnickschnacks ein ausgereiftes, bewährtes Fahrzeug um knapp 13.000 Euro, dem in Serienausstattung keine wesentlichen Annehmlichkeiten abgehen. Und bei dem Benutzer noch Hand anlegen dürfen. Abgesehen vom Bordcomputer und Berganfahrhilfe wird auf die vielfach bereits als übertrieben empfundene Vollelektronisierung verzichtet. Sie wird früher oder später wohl auch Kleinwagenfahrern nicht erspart bleiben, aber noch ist es mit dem Fortschritt nicht so weit. Noch sind Klimaanlage, Lautsprecher und Sitzposition mittels profanen Rädchens zu dosieren. (Luise Ungerboeck, DER STANDARD, 31.01.2014)

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Hyundai

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

  • Ziemlich viel Auto auf ziemlich wenig Platz zu einem ziemlich normalen Preis bietet Hyundai mit dem i10 der neuen Generation.
    foto: andreas stockinger

    Ziemlich viel Auto auf ziemlich wenig Platz zu einem ziemlich normalen Preis bietet Hyundai mit dem i10 der neuen Generation.

  • Innen ist der kleine Koreaner für sein Segment mehr als ordentlich ausgestattet.
    foto: andreas stockinger

    Innen ist der kleine Koreaner für sein Segment mehr als ordentlich ausgestattet.

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    foto: andreas stockinger
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