Lkw-Maut brachte in zehn Jahren 9,8 Milliarden

30. Jänner 2014, 13:10
35 Postings

2018 könnte Mautsystem modernisiert werden

Wien - Am 1. Jänner 2004 ist bundesweit die Maut für Lkw und Busse über 3,5 Tonnen höchstzulässiges Gesamtgewicht auf Autobahnen und Schnellstraßen gestartet. Seither hat sie 9,8 Mrd. Euro für die Asfinag gebracht, die damit das hochrangige Straßennetz ausgebaut, saniert, erweitert und sicherer gemacht hat. Von den 6,2 Milliarden Mauttransaktionen entfielen 53 Prozent auf ausländische Lkw.

Sieben Jahre zuvor war bereits die Vignette für Pkw eingeführt wurden, womit die Asfinag von einer Steuerzahler- zu einer Nutzerfinanzierten Staatsholding wurde. 2018 könnte eine Modernisierung des Systems anstehen. Asfinag-Chef Klaus Schierhackl warnt in diesem Zusammenhang vor technologischen Experimenten, denn ein Mautsystem sei "ein Werkzeug und kein Spielzeug".

Ob es dann auch zu einer kilometerabhängigen Pkw-Maut und einer Ausdehnung der Lkw-Maut kommen soll, sei Entscheidung der Politik. Schierhackl und sein Co-Vorstand Alois Schedl outeten sich aber einmal mehr als Vignetten-Fan. Sollte die Pkw-Maut nach Fahrleistung abgerechnet werden erwartet Schierhackl viel Ausweichverkehr auf Landstraßen, was weder im Sinne der Verkehrssicherheit noch der Anrainer wäre.

Im Regierungsprogramm der SPÖ-ÖVP-Koalition ist jedenfalls kein Paradigmenwechsel vorgesehen. Die im Programm festgelegten Infrastrukturmaßnahmen begrüßte Schierhackl, es stehe das drinnen "was wir auch gewollt hätten". Wolle die Regierung Änderungen bei der Bemautung dann müsse sie das drei Jahre vorher sagen, denn solange dauere die Umstellungszeit. (APA, 30.1.2014)

  • Artikelbild
    foto: apa/frank hormann
Share if you care.