KHG versucht sich "über Wasser zu halten"

30. Jänner 2014, 13:01
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Karl-Heinz Grasser kommt in der ORF-Reportage "Am Schauplatz" zu Wort und gibt zu Protokoll, dass es um seine wirtschaftliche Lage nicht zum Besten steht

Wien - Jahrelange Justizverfahren könnten Beschuldigte ruinieren, beklagte Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser am Donnerstagabend in der ORF-Sendung "Am Schauplatz" - es sei denn sie sind Millionäre. Thema der Reportage: "Gleiches Recht für alle?" Beziehungsweise: Können es sich die Reichen und Mächtigen mit Hilfe ihrer Staranwälte und teurer Gutachter richten? 

Grasser sieht sich jedenfalls nach wie vor als Justizopfer: Womit er sein Geld verdiene, beantwortet der Exfinanzminister so: "Ich versuche mich halt über Wasser zu halten." Im Vergleich zu anderen habe er das Glück, früher ganz gut verdient zu haben. Einen damals angesparten Polster brauche er jetzt auf. Vom Rechtsstaat sei er enttäuscht: "Ich bin desillusioniert, was den Rechtsstaat betrifft, weil ich nie gedacht hätte, dass so etwas möglich ist."

In Österreich könne er jedenfalls de facto keine Geschäfte mehr machen. Geschäftspartner, denen er Rechnungen von 10.000 oder 20.000 Euro gelegt habe, seien von der Finanzbehörde vorgeladen worden. Da sei es verständlich, dass sich diese überlegen würden, mit ihm weiter geschäftliche Verbindungen einzugehen, so Grasser. (red, derStandard.at, 30.1.2014)

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