Notengespräche

30. Jänner 2014, 17:43
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Schlader/Brunner präsentieren das Sonatenwerk von Johann Baptist Vanhal

Es geht hier quasi um die Entdeckung eines interessanten Vielschreibers der Wiener Klassik: Der böhmische Komponist Johann Baptist Vanhal (1739- 1813), ein in Wien tätiger Zeitgenosse Mozarts, schrieb weit mehr als tausend Werke und war zudem einer der ersten bekannten freischaffenden Tonsetzer. Er schrieb u. a. 73 Symphonien und 71 Sonaten. Drei davon galten der Flöte. Nun haben also historisch informierte Menschen diesen Komponisten durchleuchtet: Klarinettist Ernst Schlader (er ist u. a. Mitglied im l'Orfeo Barockorchester Linz und des Concilium Musicum Wien) und Pianist Wolfgang Brunner haben in der Instrumentesammlung des Schlosses Kremsegg neben den drei Sonaten für Klarinette auch zwei Violinsonaten Vanhal adaptiert.

Ihr lebendiges instrumentales Zwiegespräch ist kultiviert, vielschichtig und zeugt von den edlen Tugenden der Kammermusik. Der Ö1-Pasticcio-Preis - vergeben in Kooperation mit dem STANDARD und Musikredakteur Ljubiša Tošic als Jurymitglied - geht somit an das Duo Schlader/Brunner für ihre bei Gramola erschienene Einspielung Sonaten für Klarinette und Hammerklavier. (red, Album, DER STANDARD, 31.1.2014)

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