Männer dürfen nicht nur optischer Aufputz sein

30. Jänner 2014, 13:13
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Schluss mit der "bewusstlosen male-stream Berichterstattung": Eine weitere Ausgabe des feministischen Satiremagazins "Möserlreich"

Wien - Stoff gibt es für das feministische Satiremagazins "Möserlreich" stets mehr als genug. Auch die fünfte Ausgabe widmet sich dem bestehenden Geschlechterregime, dessen Wahnsinn die Magazin-Macherinnen mit dem Trick der Umkehrung erst so richtig zum Ausdruck bringen. Erfunden wird in den Artikeln praktisch nichts, lediglich die Geschlechter werden vertauscht. So wird deutlich, wie absurd Bildpolitik und Texte sind, wenn der Dreh- und Angelpunkt der "Berichterstattung" Klischees, Vorurteile und die Herabwürdigung von Frauen ist.

Der Nackte auf Seite eins

Nicht fehlen darf in diesem Sinne selbstverständlich der Halbnackerte auf Seite eins, diesmal "Gregor - unwiderstehlich". Weitere "Themen": Der Baby-Stress von Prinz William und seine sichtbar vernachlässigte Haarpflege, ein kritischer Kommentar über Männer, die sich dank "Hodenbonus" Vorteile verschaffen oder ein Bericht über eine Kampagne, die mehr Männer auf der Kino-Leinwand fordert. Denn: Noch immer stehen Frauen in Hollywood-Blockbustern im Vordergrund, während Männer nur optischer Aufputz sind. Viel muss sich also noch ändern - mehr dazu im aktuellen "Möserlreich". (red, dieStandard.at 30.1.2014) 

  • Coverboy "Gregor - unwiderstehlich".
    foto: möserlreich nr.5

    Coverboy "Gregor - unwiderstehlich".

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