Radiomarkt bewegt sich langsam, aber sicher

30. Jänner 2014, 15:30
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Radiotest: Ö1 legt österreichweit als einziger Sender signifikant zu - RMS-Radios gewinnen

Wien – Sieger, so weit das Auge reicht, weisen die halbjährlichen Radiotests schon traditionell aus. In Aussendungen feiern sich die Sender überschwänglich. Am lautesten jubelt diesmal Ö1 über die Ergebnisse der halbjährlichen Reichweitenuntersuchung von GfK. Die Daten wurden über einen Zeitraum von Juli bis Dezember 2013 in 3650 Haushalten in allen neun Bundesländern erhoben unter Personen ab zehn Jahren.

Ö1 gelingt österreichweit der einzige signifikante Sprung in der Wertung. Der Kultursender legt um 0,7 Prozentpunkte zu und hält jetzt bei 8,8 Prozent Tagesreichweite. Zur Tagesreichweite eines Senders zählt, wer in der GfK-Umfrage angibt, er habe diese Station am Vortag 15 Minuten gehört.

Zufrieden mit dem Ergebnis sind auch die von der RMS vermarkteten Privatsender: Pro Tag hören mehr als 2,1 Millionen Österreicherinnen und Österreicher zumindest einen der RMS-Radios. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen nutzen fast 38 Prozent täglich Privatradio. In Wien liegen die RMS-Radios zusammen vor Ö3, sowohl in der Tagesreichweite als auch beim Marktanteil.

KroneHit legt zu

Über fünf Jahre konnten die RMS-Radios ihren Marktanteil um acht Prozentpunkte steigern. Kontinuierlich legt KroneHit zu, im Vergleichszeitraum (2. Halbjahr 2013 gegenüber 2. Halbjahr 2012, Zielgruppe 10+) um 0,4 Prozentpunkte auf 12,3 Prozent. In Wien hält der Mediaprintsender jetzt bei 10,3 Prozent (2. Halbjahr 2012: 9,9).

In den Bundesländern bleiben die Kräfte ebenfalls weitgehend gleich verteilt. Im Verbreitungsgebiet Wien legt Superfly zu und hält bei 1,9 Prozent (zuvor 1,4). Radio Osttirol steigert sich wieder und ist mit 24,8 Prozent (23,0) fest in den Hörgewohnheiten der Osttiroler verankert. Antenne Vorarlberg wächst ebenfalls mit 18,6 Prozent (17,7).

Bei den Tagesreichweiten stagniert der ORF auf hohem Niveau: 36,6 Prozent hält Ö3 (36,8), Bundesländerradios 31,8 Prozent (32,4), FM 4 bleibt ebenfalls praktisch gleich mit 3,5 Prozent (3,4). Insgesamt verlieren die ORF-Radios seit Jahren hauchdünn von 68,1 auf 67,6 Prozent. 

Leicht rückläufig ist die Nutzung des Mediums: 191 Minuten waren es im Untersuchungszeitraum.196 Minuten waren es noch im Jahr davor. (prie, DER STANDARD, 30.1.2014)

  • Radiotest für das zweite Halbjahr 2013: Die Eckdaten.

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