UNO warnt vor humanitärer Katastrophe in kongolesischer Provinz

30. Jänner 2014, 09:19
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Region wegen Krise in anderen Gebieten vernachlässigt

Kinshasa - Die UN-Mission in der Demokratischen Republik Kongo hat vor einer "humanitären Katastrophe" in der Provinz Katanga gewarnt. Durch Kämpfe zwischen Rebellen und der Armee seien seit Oktober in elf Dörfern mehr als 600 Häuser zerstört worden, erklärte die UN-Mission MONUSCO am Mittwoch (Ortszeit).

Demnach wurden rund 400.000 Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Der UN-Missionschef Martin Kobler sagte, er fühle sich beim Gedanken an Katanga schuldig, weil die UNO die Provinz zuletzt vernachlässigt habe.

Die UN-Blauhelmtruppe hatte sich im vergangenen Jahr auf die Bekämpfung der Aufständischen in der nordöstlichen Provinz Nord Kivu konzentriert, wo die Rebellengruppe M23 zwischenzeitlich die Hauptstadt Goma unter Kontrolle gebracht hatte. Zwar gelang es einer neuen UN-Einsatztruppe zusammen mit den kongolesischen Streitkräften, die M23 zu besiegen, doch entstand in der Zwischenzeit ein Machtvakuum in Katanga, das sich die dort aktiven Rebellengruppen zunutze machten.

Die Provinz Katanga, die in etwa die gleiche Fläche wie Spanien hat, hat riesige Kobalt- und Kupfervorkommen, doch wird sie seit der Loslösung des Landes von der Kolonialmacht Belgien im Jahr 1960 von einem bewaffneten Aufstand beherrscht. Die Rebellengruppe Mai Mai Bakata Katanga kämpft mit Gewalt für die Unabhängigkeit der Provinz. Im März und November 2013 startete sie Angriffe auf die Provinzhauptstadt Lubumbashi, bei denen Dutzende Menschen getötet wurden. (APA, 30.1.2014)

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