Klug schließt Teilnahme an Mali- oder Zentralafrika-Mission "nicht aus"

30. Jänner 2014, 07:54
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Österreich schickt 130 weitere Soldaten nach Bosnien - Außenministerium weiter auf 1.100-Mann-Kurs

Wien/New York - Österreich wird im Sommer zusätzliche 130 Soldaten in die EU-geführte Militärmission nach Bosnien entsenden. "Wir stocken das Kontingent auf, das ist schon beschlossen", kündigt Verteidigungsminister Gerald Klug im "Kurier" (Donnerstagausgabe) an. Außenminister Sebastian Kurz ist zufrieden: "Sechs Wochen nach dem Beschluss des Regierungsprogrammes gibt es damit bereits die erste Umsetzung."

"Diese rasche Aufstockung ist ein wichtiger und guter Schritt, der unseren Schwerpunkt auf dem Westbalkan untermauert, wo wir jetzt stärkster Truppensteller sind", sagte Kurz Mittwochabend. Im Außenministerium legt man aber nach wie vor Wert auf die Zielsetzung, die im Regierungsprogramm vorgesehene Zahl von 1.100 Soldaten im Auslandseinsatz zu erreichen. Klug meint dazu im "Kurier", die Qualität messe sich nicht nur an der im Regierungsprogramm vorgegebenen Zahl: "Gemessen an der Größe Österreichs im Vergleich mit anderen Ländern sind wir jetzt schon sehr stark aufgestellt."

Der Verteidigungsminister begrüßt auch die gerade beschlossene EU-Mission in Zentralafrika und schließt die Teilnahme an einer Mali- oder Zentralafrika-Mission der UNO nicht aus. "Sicherheit für Europa und damit für Österreich setzt eine aktive Sicherheitspolitik voraus. Wir müssen dort präsent sein, wo Krisen entstehen." Derzeit werde ein Einsatz vom Generalstab geprüft, "in ein bis zwei Wochen" werde der Bericht vorliegen. Geprüft werde vom Generalstab auch die Aufstockung der Soldaten im Kosovo. (APA, 30.1.2014)

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