50. Grimme-Preis: ORF mit drei Nominierungen

29. Jänner 2014, 15:27
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Privatsender überraschend stark

Wien - Die Nominierungen für den renommierten Grimme-Fernsehpreis stehen fest und der ORF kann sich auch heuer wieder einige Hoffnungen auf eine Auszeichnung machen. Drei Nennungen entfielen bei der Bekanntgabe auf ORF-(Ko-)Produktionen. Ansonsten sind im Jubiläumsjahr zur 50. Ausgabe die Privatsender überraschend stark. Insgesamt hoffen 62 Nominierte auf eine der zwölf Auszeichnungen.

In der Sparte "Information und Kultur" ist die Universum-Dokumentation "Das Moor" im Rennen. In der Sparte "Fiktion" ist der ORF gemeinsam mit dem SWR für das Alzheimer-Drama "Die Auslöschung" mit Martina Gedeck und Klaus Maria Brandauer und dem Tatort "Angezählt" mit Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser im Wettbewerb vertreten. Bei den Nominierungen findet sich mit "Borowski und der Engel" (NDR) neben "Angezählt" noch eine zweite "Tatort"-Folge. Der 44 Jahre alten Krimireihe wird zudem noch eine Sonderehrung zuteil: Der Stifter des Grimme-Preises, der Deutsche Volkshochschul-Verband, zeichnet den "Tatort" mit dem "Zusatz"-Grimme, der "Besonderen Ehrung", aus.

Tele 45 mi drei Nominierungen

In der Unterhaltung hätten die privaten Sender fast die Vorherrschaft der Öffentlich-Rechtlichen durchbrochen - sie konnten acht der 17 Nominierungen verbuchen. Gleich drei Mal überzeugte Nischensender Tele 5 die Kommission, ihn zu nominieren. Nominiert sind etwa die Sendung "Nichtgedanken", in der sich Oliver Kalkofe kritisch bis süffisant mit Biografien Prominenter und Möchtegernstars beschäftigt, sowie "Playlist - Sound of my Life". Bei "Playlist" sollen drei Musikkenner einen Promi anhand einer Liste der Lieblingssongs erraten.

Stefan Raab in Endausscheidung

In die Endausscheidung hat es wieder einmal Stefan Raab mit einer Einzelleistung geschafft. Im Kanzlerduell 2013, der Koproduktion der Privaten und Öffentlich-Rechtlichen, habe sich Raab als Moderator für ProSiebenSat.1 nach amerikanischem Muster unterhaltend und informativ gezeigt, lobte die Kommission. In der Filmkategorie, der Fiktion, kam von den Privaten hingegen nur Sat.1 mit dem Beitrag "Der Minister" zum Zuge, in dem Katharina Thalbach die Kanzlerin spielt. 22 Mal stehen die Öffentlich-Rechtlichen gegen Sat.1. In der Information & Kultur sind die Privaten überhaupt nicht dabei.

Bekannt gegeben werden die Preisträger im März, überreicht werden die Auszeichnungen am 4. April im Stadttheater von Marl. (APA, 29.1.2014)

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