Niederösterreich top bei Agrarförderungen

29. Jänner 2014, 15:01
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Laut Rechnungshof gingen ein Drittel der Mittel des EU-Agrar-und Strukturfonds an Niederösterreich, gefolgt von Oberösterreich

Wien - Laut aktuellem Rechnungshofberichts hat Niederösterreich den Löwenanteil der für Österreich bestimmten Mittel der EU-Agrar-und Strukturfonds erhalten. Insgesamt flossen im Jahr 2011 rund zwei Drittel des Geldes in Höhe von 1,45 Milliarden Euro an Niederösterreich (32 Prozent), Oberösterreich (19), und die Steiermark (13). Die Schlusslichter waren Vorarlberg (zwei Prozent) und Wien (ein Prozent).

Der Rest der Mittel verteilte sich auf die Bundesländer Burgenland (neun Prozent), Kärnten (acht), Tirol (sieben) und Salzburg (fünf), heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des österreichischen Rechnungshofes zum EU-Finanzbericht 2011. Es handelt sich um die neuesten verfügbaren Zahlen des Rechnungshofes.

Insgesamt hat Österreich in diesem Jahr 1,88 Mrd. Euro an EU-Zahlungen erhalten. Mit 70 Prozent Anteil an den Geldern profitierte vor allem die Landwirtschaft. Alle anderen Bereiche wie die Verwaltung oder die Wettbewerbsfähigkeit verzeichneten Rückgänge im Vergleich zum Jahr 2010.

Der österreichische EU-Nettobeitrag betrug im Jahr 2011 rund 812 Millionen Euro. Damit wurde der Stand des Jahres 2010 minimal übertroffen (805 Mio. Euro). In dem Jahr 2008 war der Nettobeitrag mit 417 Mio. Euro deutlich niedriger gewesen. Der signifikante Anstieg zwischen 2009 und 2010 - 500 auf 805 Mio. Euro - ist laut Rechnungshof auf nachträgliche Mehrwertsteuer-Eigenmittelrabatte für die Jahre 2007 und 2008 zurückzuführen.

Österreich rangierte damit 2011 an neunter Stelle der EU-Nettozahler. Größter Zahlmeister der Union war erneut Deutschland vor Frankreich und Italien. Die meisten EU-Mittel flossen 2011 an Polen, gefolgt von Spanien und Frankreich. Von den 27-EU-Staaten waren im Jahr 2011 elf Nettozahler und 16 Nettoempfänger. (APA, 29.1.2014)

  • Mit 70 Prozent Anteil an den EU-Geldern profitierte vor allem die Landwirtschaft.
    foto: ap/martin schutz

    Mit 70 Prozent Anteil an den EU-Geldern profitierte vor allem die Landwirtschaft.

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