EU bestraft Schaumstoffkartell

29. Jänner 2014, 13:44
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Wegen illegaler Preisabsprachen werden mehrere Unternehmen zu Millionen-Bußgeldern verdonnert, darunter auch Österreicher

Brüssel - Die EU-Kommission hat mehrere Hersteller für Matratzen-Schaumstoff, darunter auch in Österreich, wegen illegaler Preisabsprachen zu Geldstrafen in Höhe von 114 Mio. Euro verdonnert. Die vier größten Polyurethanweichschaum-Produzenten Vita, Carpenta, Recitel und Eurofoam seien an einem Kartell beteiligt gewesen, erklärte die EU-Kommission am Mittwoch.

Die Unternehmen hätten im Zeitraum von Oktober 2005 bis Juli 2010 Absprachen über die Verkaufspreise in zehn EU-Staaten - nämlich Österreich, Belgien, Deutschland, Estland, Frankreich , Ungarn, Niederlande, Polen, Rumänien und Großbritannien - getroffen.

Der oberösterreichische Schaumstoffhersteller Eurofoam - ein Joint Venture der Firmen Recitel und Greiner - fasst den Angaben zufolge eine Geldstrafe von insgesamt 14,819 Mio. Euro aus. Der oberösterreichische Hersteller Greiner wird von der EU-Kommission für 24,183 Mio. Euro haftbar gemacht und der belgische Konzern Recitel für bis zu 39,068 Mio. Euro.

Die höchste Strafe bekommt mit 75 Millionen Euro der amerikanische Hersteller Carpenter aufgebrummt.

Der Weichschaum wird vor allem in Möbeln wie Matratzen und Sofas, aber auch in Autositzen verwendet. (APA, 29.1.2014)

  • Auch zwei heimische Firmen müssen Strafe zahlen.

    Auch zwei heimische Firmen müssen Strafe zahlen.

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