Testspiele von Dresden und Paderborn unter Manipulationsverdacht

29. Jänner 2014, 13:25
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Hohe Wetteinsätze und auffällige Schiedsrichterleistungen in Partien gegen Kasan

Düsseldorf - Testspiele der deutschen Zweitligisten Dynamo Dresden und SC Paderborn gegen den russischen Spitzenklub Rubin Kasan stehen laut Informationen der "Sport Bild" vom Mittwoch unter Manipulationsverdacht. Zu dieser Erkenntnis kommt auch Friedhelm Althans, Chefermittler im Bochumer Wettskandal-Prozess.

UEFA informiert

"Sicher ist da etwas auffällig geworden. Natürlich spricht einiges dafür, dass da manipuliert worden ist", sagte Althans am Mittwoch. Er habe der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Bezug auf das Dresden-Spiel einen Hinweis gegeben, dass möglicherweise manipuliert wurde.

Beim 3:0 von Dresden gegen Kasan am 19. Jänner und auch beim 2:1 des SC Paderborn am 25. Jänner könnten Wettbetrüger hohe Gewinne erzielt haben, wenn sie vorab über die Rubin-Aufstellungen informiert gewesen seien und auf dann tatsächlich eingetretene Siege der deutschen Zweitligisten gesetzt hätten.

Althans sagte, es könne sich sogar um Millionengewinne gehandelt haben. Die Bochumer allerdings würden in diesen Fällen nicht ermitteln. Sie hätten lediglich Informationen weitergeleitet.

Schiedsrichterleistung "merkwürdig"

Die Deutsche Fußball-Liga wurde von Paderborns Manager Michael Born informiert. Born habe laut "Sport Bild" die Schiedsrichterleistung in der Partie gegen Kasan als "merkwürdig" empfunden. Bei solchen Auffälligkeiten seien die Klubs angehalten, die DFL zu informieren, so Born.

Althans gab an, er sei durch Informationen aus Slowenien auf mögliche Manipulationen aufmerksam gemacht worden. Nach Informationen der "Sport Bild" hatten Buchmacher ungewöhnlich hohe Livewetten auf ein Tor für Paderborn ab der 85. Minute verzeichnet. In der Schlussphase gab es tatsächlich einen Elfmeter für Paderborn, der zum 2:1-Erfolg führte. In beiden Spielen trat Kasan nicht in Bestbesetzung an. (APA, 29.1.2014)

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