Konkursantrag gegen "Kärntner Tageszeitung": Richter gab Nachfrist

29. Jänner 2014, 12:58
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Drei Wochen Zeit für Eigentümer, um offene Forderungen zu begleichen

Klagenfurt - Drei Wochen Nachfrist zur Begleichung der offenen Forderungen - das ist das Ergebnis der Tagsatzung am Landesgericht Klagenfurt, bei der ein Insolvenzantrag gegen die "Kärntner Tageszeitung" geprüft worden ist. Die Kärntner Gebietskrankenkasse (KGKK) hatte Mitte Jänner Konkursantrag gegen die mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfende Zeitung gestellt.

Dem Antrag hatte sich auch die Kärntner Arbeiterkammer namens einiger Mitarbeiter angeschlossen, denen der Arbeitgeber Zahlungen schuldig geblieben ist. Ob KTZ-Eigentümer Dietmar Wassermann die offenen Beträge - die Rede ist von einigen 100.000 Euro - nun binnen der Frist bezahlen wird, war am Mittwoch noch offen. Offen sind auch noch die Jänner-Gehälter der Mitarbeiter, die auch noch immer auf das Weihnachtsgeld warten.

Ebenso unklar ist, wie es mit der Zeitung generell weitergehen wird. Wassermann ist wie berichtet mit einem Einspruch gegen ein Auslieferungsbegehren des Amtsgerichtes München am Oberlandesgericht Graz gescheitert. Die Entscheidung ist rechtskräftig, der Unternehmer, dem von den deutschen Behörden Mehrwertsteuerbetrug in Millionenhöhe vorgeworfen wird, muss sich bis zum Wochenende den deutschen Behörden stellen. Tut er das nicht, droht ihm die Festnahme. Wassermann versucht, Investoren für die Zeitung zu finden, was sich offenbar als schwierig erweist. Dies wohl auch deshalb, weil die Mutterfirma der Zeitung, die BB & Partner GmbH, gerade ein Insolvenzverfahren durchläuft. Auch eine Baufirma Wassermanns, die DW Bau, ist pleite. (APA, 29.1.2014)

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