Burberry will gefährliche Chemikalien bis 2020 verbannen

29. Jänner 2014, 13:38
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Die Detox-Verpflichtung zu giftfreier Mode ist laut Greenpeace ein Durchbruch auf dem Luxussektor

Die britische Marke Burberry hat laut Greenpeace Österreich am Abend des 28. Jänner bekannt gegeben, gefährliche Chemikalien aus ihrer gesamten Produktionskette bis 2020 zu verbannen. "Die Detox-Verpflichtung von Burberry zu giftfreier Mode ist auch ein Durchbruch am Luxussektor und setzt neue Maßstäbe", kommentierte Nunu Kaller, Konsumentensprecherin bei der Umweltorganisation.

Burberry hat demnach als ersten Schritt die Auslistung aller bedenklichen Chemikalien in der Kleidung angekündigt, danach sollen alle weiteren Produkte der Marke folgen. Außerdem sollen bereits bis Juni 2014 die von den Zulieferbetrieben verursachten Umweltverschmutzungen offengelegt werden. Bis Juli 2016 will Burberry alle per- und polyfluorierten Chemikalien aus seiner Lieferkette eliminiert haben.

Massive Reaktionen auf Social Media-Kampagne

Burberry reiht sich damit in eine Reihe von 18 Marken ein, die den Verzicht auf gefährliche Chemikalien unterzeichnet haben. Die Umweltorganisation Greenpeace führt den Schritt zur Detox-Verpflichtung auf eine von ihr selbst initiierte Social Media Kampagne auf Facebook und Twitter zurück, die zu massiven Reaktionen und Aufrufen führte, auf die gefährlichen Chemikalien zu verzichten. 

Am 14. Jänner 2014 veröffentlichte Greenpeace den Report "Kleine Monster im Kleiderschrank", für den Kinderkleidung auf bedenkliche Chemikalien untersucht wurde (derStandard.at berichtete). Das Ergebnis: Die Produkte zwölf bekannter Marken - unter anderem Disney, Burberry, Adidas oder Primark - würden gefährliche Chemikalien enthalten, darunter hochgiftige, das Hormonsystem beeinflussende Substanzen. Nicht nur am Produktionsort führen sie zu Verschmutzungen in Flüssen und Seen, durch Waschen der Kleidung gelangen sie auch in heimische Gewässer, kritisiert Greenpeace. (APA/red, 29.1.2014)

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    foto: reuters/arnd wiegmann
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