Lawinenabgang in Salzburg: Eine Person schwer verletzt

29. Jänner 2014, 12:14
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Pärchen trat Schneebrett los - 20-Jährige blieb unverletzt und konnte Begleiter bergen

Bad Gastein - Beim Abgang einer Lawine im freien Skiraum in Sportgastein ist am Mittwochvormittag ein 20-Jähriger aus Niederösterreich offenbar schwer verletzt worden. Der Sportler war von den Schneemassen verschüttet worden. Seine gleichaltrige Begleiterin - ebenfalls aus Niederösterreich - konnte ihn aber rasch finden und bergen, sagte Polizeisprecher Ortwin Lamprecht der APA.

Das Pärchen war auf der Variantenabfahrt vom Kreuzkogel ins Weißenbachtal abgefahren. Auf rund 2.000 Meter Seehöhe traten sie im freien Gelände das Schneebrett los, das laut Einsatzleiter Andreas Kandler von der Bergrettung Bad Gastein etwa 250 bis 300 Meter breit und rund 50 Meter lang war. Während der 20-Jährige von den Schneemassen mitgerissen und verschüttet wurde, konnte sich seine Begleiterin an der Oberfläche halten und blieb daher unverletzt.

Zwei schwedische Freerider halfen

Nach Angaben einer Bergrettungs-Sprecherin soll der Niederösterreicher unter dem Schnee zu liegen gekommen sein, allerdings ragte noch der Rucksack heraus. Die Freundin musste daher nicht lange nach ihrem Begleiter suchen und konnte ihn rasch befreien. Dabei kamen auch zwei Freerider aus Schweden dazu, die bei der Bergung mithalfen. Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass auch diese beiden von der Lawine mitgerissen worden waren, dies stellte sich später aber als Irrtum heraus.

Der Niederösterreicher erlitt bei dem Unfall offenbar schwere Kopfverletzungen. Er wurde vom Notarztteam des Rettungshubschraubers Martin 1 versorgt und anschließend in das Krankenhaus Schwarzach geflogen.

Der betroffene Geländebereich war mit Pulverschnee und Schneeverwehungen durchsetzt. Am Tauernhauptkamm wehte am Vormittag schon ziemlich starker Wind, der die Lawinengefahr erhöht. In Salzburg herrschte am Mittwochmorgen unter 2.200 Metern Seehöhe überwiegend mäßige Schneebrettgefahr, oberhalb davon stufte der Lawinenwarndienst die Gefahr aufgrund von leichter zu störenden Einwehungen in den Rinnen als erheblich ein. (APA, 29.1.2014)

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