Schweden können Strafregister ihrer Nachbarn prüfen

27. Jänner 2014, 18:12
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Mittels Namen und Sozialversicherungsnummer

Stockholm - Eine neue Website ermöglicht es den Schweden, das Strafregister ihrer Mitbürger abzufragen. Alles, was sie dazu brauchen, ist der Name oder die Sozialversicherungsnummer der Person. In einer anderen Option wird auf einer Karte angezeigt, wo in Schweden Verurteilte leben.

Für detaillierte Informationen über die Art des Verbrechens, die Strafe und die aktuelle Adresse der Person muss allerdings eine Gebühr bezahlt werden. Der Sprecher der Seite Lexbase.se, Pontus Ljunggren, sagte der schwedischen Zeitung "Expressen", dieser Dienst könne zum Beispiel hilfreich für Frauen sein, die einen Mann auf einem Datingportal kennengelernt hätten und unsicher seien. Noch vor einem ersten Treffen könnten sie checken, ob er wegen Vergewaltigung oder anderer Gewalttaten verurteilt worden sei.

Warnung

Schwedische Rechtsexperten warnen davor, dass die Verbreitung solcher Informationen zu Lynchjustiz führen könnte. Ljunggren argumentierte: "Wir sind nicht so naiv, dass wird nicht verstehen, dass dieser Dienst umstritten ist. Wir glauben jedoch, dass er mehr nützen als schaden wird."

Nach dem sogenannten Öffentlichkeitsprinzip hat in Schweden jeder das Recht, öffentliche Dokumente und auch Gerichtsentscheidungen einzusehen. (APA, 27.1.2014)

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