Nach Lanz-Petition: OpenPetition verbietet Kritik an Personen

27. Jänner 2014, 14:52
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Petitionsplattform lässt Lanz-Begehren allerdings online

Gegen den "Wetten, dass..?"-Moderator Markus Lanz, der auch eine eigene Diskussionssendung leitet, wurde vor einiger Zeit eine Online-Petition ins Leben gerufen. Nachdem der Moderator für seine Fragen in der Diskussion mit der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht kritisiert wurde, wurde eine Unterschriftenliste gegen ihn initiiert. Die Petitionsplattform lenkt nun aber ein.

Politisches Werkzeug

"Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag" hat über 200.000 Stimmen gewinnen können, durch die Petition wurde auch die Plattform selbst in Deutschland erst so richtig bekannt. OpenPetition-Gründer Jörg Mitzlaff hat nun eine neue Regel eingeführt: Petitionen gegen Personen sind ab sofort nicht mehr zulässig. Laut Meedia will er, dass die Plattform ein politisches Werkzeug bleibt und nicht zu einem Meinungsportal verkommt.

Lanz-Petition bleibt

"Petitionen, die über das Verhalten einzelner Personen urteilen, werden beendet und gelöscht", so Mitzlaff. Man wolle Menschen nicht an den Pranger stellen. Nur noch Petitionen für Sachentscheidungen oder Regelungen sind erlaubt. Die Lanz-Petition soll aber bestehen bleiben, da es sich um eine Forderung an das ZDF handelt und den journalistischen Standard dort kritisiert. (red, derStandard.at, 27.1.2014)

  • Kritiker wollen, dass das ZDF Markus Lanz als Moderator absetzt
    foto: apa

    Kritiker wollen, dass das ZDF Markus Lanz als Moderator absetzt

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