Europas Leitbörsen schließen im Minus

27. Jänner 2014, 18:23
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Währungsturbulenzen in Schwellenländern belasteten

Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Montag einheitlich mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 13,58 Einheiten oder 0,45 Prozent auf 3.014,62 Zähler

Auch am Ende des Handelstages blieben die europäischen Aktienmärkte in der Verlustzone. Zwar war der Ifo-Geschäftsklimaindex für die deutsche Wirtschaft im Jänner gestiegen und hatte überraschend und mehr als erwartet zugelegt. Dennoch konnte dies keine positiven Impulse in Richtung Anleger geben. Die Investoren sorgten sich eher aufgrund der Währungsturbulenzen in den Schwellenländern und nahmen deswegen viele Gewinne mit.

Der Rückzug aus den Schwellenländern erfolgte aus Angst vor einer raschen Drosselung der lockeren US-Geldpolitik. Am Mittwoch werden Aussagen dazu von der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) erwartet. Auch der erlahmende Aufschwung der Weltwirtschaft habe die Anleger erschreckt, so ein Händler.

An die Spitze des Euro-Stoxx-50 setzten sich die Aktien des französischen Einzelhändlers Carrefour, die mit einem Plus von 2,00 Prozent bei 25,515 Euro aus dem Handel gingen. Auch Siemens legten um 1,12 Prozent auf 97,41 Euro zu. Der deutsche Elektrokonzern baut derzeit Signalanlagen für die U-Bahn in London.

Im Zuge des Kurseinbruchs von Vodafone-Papieren gerieten andere europäische Mobilfunker unter Druck. So schlossen Telefonica mit einem Minus von 1,34 Prozent bei 11,395 Euro und Orange SA verloren 1,18 Prozent bei 9,07 Euro. Vodafone-Aktien notierten an der Londoner Börse mit einem starken Abschlag von 3,87 Prozent bei 223,55 Pence. Die US-Telefongesellschaft AT&T hatte bekanntgegeben, definitiv kein Angebot für den größten europäischen Mobilkommunikations-Anbieter machen zu wollen.

An der Frankfurter Börse blieben die Anteilsscheine von Lanxess weiterhin ungeschlagener Spitzenreiter im DAX. Sie sprangen bis am Ende des Handelstages um 8,22 Prozent auf 48,72 Euro hoch. Der Chemiekonzern hatte Matthias Zachert, den ehemaligen Finanzchef von Merck KGaA, zum neuen Unternehmenschef ernannt. Merck GKaA sanken um 10,13 Prozent auf 119,30 Euro ab und hielten somit die rote Laterne im deutschen Leitindex. (APA, 27.1.2014)

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