150 Festnahmen bei Protest gegen Frankreichs Regierung

Ansichtssache27. Jänner 2014, 08:17
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Paris - Tausende Demonstranten haben sich am Sonntag in Paris einem Protestmarsch gegen die Staatsführung angeschlossen, zu dem großteils rechtsgerichtete Organisatoren aufgerufen hatten. Der "Tag des Zorns" richte sich gegen "die Parteien der Oligarchen, von rechts wie von links", hieß es in einer Erklärung der Initiatoren.

Präsident Francois Hollande solle zurücktreten, ansonsten werde er "auf der Straße verfolgt und an den Wahlurnen gejagt". Seine Politik treibe das Land "in den Abgrund", hieß es weiter. Die Organisatoren sprachen von 160.000 Teilnehmern, laut Polizei waren es etwa 17.000. 

Mehr als 150 Festnahmen

Am Ende der Veranstaltung gingen mehrere Hundert Teilnehmer mit Flaschen, Eisenstangen oder Feuerwerkskörpern gegen die Sicherheitskräfte vor. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Nach Behördenangaben wurden bei Auseinandersetzungen mit Demonstranten 19 Beamte verletzt, einige davon schwer. Mehr als 150 Menschen sind festgenommen worden.

An dem Protestmarsch nahmen auch zahlreiche Familien teil, die mehrfach gemeinsam die Nationalhymne anstimmten. Ebenfalls dabei waren Hunderte Sympathisanten des wegen antisemitischer Äußerungen mit einem Auftrittsverbot belegten Komikers Dieudonne.

Zum Protest aufgerufen hatte ein Sammelbecken aus rund 50 überwiegend rechten und rechtsextremen Verbänden und Gesellschaftsgruppierungen. Auch katholische Gegner der Homo-Ehe liefen am Sonntag mit. Ebenfalls anwesend war die Frauenrechtsgruppe Femen. (APA/red, derStandard.at, 27.1.2014)

reuters/philippe wojazer

Demonstranten fordern den Rücktritt von Präsident Hollande.

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Rund 17.000 Menschen nahmen an der Demonstration teil.

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Demonstranten mit dem umstrittenen "Quenelle"-Gruß.

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Rechtsgerichtete Demonstranten waren ebenso anwesend ...

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... wie die Frauenrechtsgruppe Femen.

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Die Damen wurden aber rasch von der Polizei festgenommen.

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Eine weitere Rücktrittsaufforderung.

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