Massenflucht aus Angst vor Luftangriffen im Nordwesten

26. Jänner 2014, 16:24
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Bewaffnete erschießen Polizisten vor Hindu-Tempel

Peshawar - Aus Furcht vor Angriffen der pakistanischen Luftwaffe auf mutmaßliche Taliban-Stellungen im Nordwesten des Landes haben tausende Menschen ihre Dörfer verlassen. Wie Behörden und Anrainer am Sonntag berichteten, flohen etwa 1.500 Familien oder 13.000 Menschen aus Dörfern in Nord-Waziristan um die Städte Mir Ali und Miranshah im Grenzgebiet zu Afghanistan in weniger gefährliche Regionen.

Allein in der Stadt Bannu kamen nach Regierungsangaben 8.000 Menschen an, andere trafen in den Distrikten Peshawar und Dera Ismail Khan ein. Der Exodus begann den Angaben zufolge vergangene Woche nach Angriffen der pakistanischen Luftwaffe und Anschlägen der Taliban mit mehr als hundert Toten.

In Peshawar erschossen zwei bewaffnete Männer am Sonntag einen Polizisten, der vor einem Hindu-tempel Wache stand. Die Täter entkamen nach Polizeiangaben auf einem Motorrad. Der Anteil der Hindus an der Bevölkerung der Drei-Millionen-Einwohner-Stadt Peshawar wird auf einige tausend geschätzt.

Religiöse Minderheiten machen etwa zwei Prozent der 180 Millionen Pakistaner aus. Al-Kaida- und Taliban-Kämpfer greifen regelmäßig Christen, Sikhs, Hindus, Amadi und Schiiten an. (APA, 26.1.2014)

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