Letzte Großgefühle

24. Jänner 2014, 17:38
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Die Wiener Staatsoper nimmt "Cavalleria rusticana" und "Pagliacci" wieder auf

Schön, dass nun auch die Wiener Staatsoper Cavalleria rusticana (von Pietro Mascagni) und Pagliacci (von Ruggero Leoncavallo) wieder aufnimmt. Der geschätzte Opernfreund hat somit die Gelegenheit, sich das Vergnügen der zwei Einakter doppelt zu gönnen -, hat doch auch das L.E.O., das "Letzte erfreuliche Operntheater", die zwei veristischen Blockbuster noch eine Weile im Angebot. Neben dem unschätzbaren Vorteil, die Intimität eines kleinen Theaters zu genießen und dabei die Nähe zu den Darstellern sehr großer Operngefühle unmittelbar zu erleben, bietet diese Produktion auch andere Vorteile.

Hier gibt es die Möglichkeit, bisweilen herzhaft mitzusingen (man wird zuvor natürlich unterwiesen) - ob es nun um ein tragisches Ehrenduell (Cavalleria) oder einen Mord aus Eifersucht (Pagliacci) geht. Bei Wunsch kann zudem auch während der Vorstellung ein Gläschen Wein Gesellschaft leisten.

Und wenn dann Pianistin Kaori Asahara den Hausherrn Stefan Fleischhacker tastend motiviert, sich von Neddas Geliebtem Silvio in den tragischen Helden Canio (auch Neddas Gatte) zu verwandeln, dann spürt man das Anrollen der Katastrophe und ist inmitten eines einzigartigen Operntheaters der Hingabe. Ergreifend. (tos, DER STANDARD, 25./26.1.2014)

Weitere Vorstellungen am 26., 29. Jänner und am 1. Februar, 19.30

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