Bei Bergung von Verletztem: Sechs Feuerwehrleute in Schacht gestürzt

24. Jänner 2014, 17:03
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Im zehnten Stock des künftigen Krankenhauses Nord

Wien - Beim Versuch, einen verunglückten Bauarbeiter zu bergen, sind am Freitag sechs Einsatzkräfte der Wiener Berufsfeuerwehr fast fünf Meter in einen Schacht gestürzt. Der Unfall ereignete sich zu Mittag auf der Baustelle des künftigen Krankenhauses Nord in Floridsdorf. Das gab die Feuerwehr in einer Aussendung bekannt.

Der Bauarbeiter war auf der Höhe des zehnten und damit obersten Geschosses von einer Leiter gestürzt und sich dabei Verletzungen zugezogen, die nach Angaben der Berufsrettung nicht lebensbedrohend sind. Um zu dem Verunglückten zu gelangen, mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr einen Bereich mit einen provisorisch errichteten Bodenbelag aus Holz überqueren. Dieser gab nach, die sechs Männer stürzten samt der Holzkonstruktion viereinhalb Meter in die Tiefe.

Per Hubschrauber ins Spital gebracht

Ein Feuerwehrmann wurde per Hubschrauber in ein Spital gebracht, da befürchtet wurde, dass er ein Schädel-Hirn-Trauma sowie eine schwere Knieverletzung erlitten hatte. "Die Befürchtung hat sich zum Glück nicht ganz bestätigt, ebenso im Fall eines zweiten Kollegen, bei dem ebenfalls der Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma bestand. Die Zeichen stehen mittlerweile eher auf Entwarnung", sagte der Presseoffizier der Berufsfeuerwehr, Gerald Schimpf, am späteren Nachmittag zur APA.

Die Bergung der Verunglückten ist seiner Darstellung nach dann ohne größere Probleme von statten gegangen. "Zu dem Schacht, in den die Kollegen gestürzt sind, gibt es einen direkten Zugang. Auch ein Lastenaufzug ist vorhanden, das Stiegenhaus ist bereits ausgebaut", sagte Schimpf. Um die genaue Ursache für den Einsturz der Holzkonstruktion zu ermitteln, wurde das Arbeitsinspektorat an die Einsatzstelle gerufen. Mit Ergebnissen der Ermittlungen sei frühestens in einigen Tagen zu rechnen, teilte die Feuerwehr mit. (APA, 24.1.2014)

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