Höhere Spitzenmieten in Wien

24. Jänner 2014, 15:28
1 Posting

Auch heuer sehr wenige neue Flächen

Wien - Die Vermietungsleistung auf dem Wiener Büromarkt blieb im vergangenen Jahr mit 295.000 m² zwar deutlich unter dem Jahr 2012 (345.000), sie gestaltete sich laut CBRE Österreich aber "besser als erwartet". Weil die Fertigstellungen 2013 um mehr als die Hälfte einbrachen (von 327.000 auf 153.000 Quadratmeter), blieb die Leerstandsrate stabil bei 6,6 Prozent. Insgesamt wuchs der Bestand an Wiener Büroflächen laut CBRE um ein Prozent auf 10,76 Millionen Quadratmeter. Als größte Fertigstellung des Jahres führt man bei CBRE den DC Tower 1 mit 43.700 Quadratmetern an, der allerdings erst in einigen Wochen offiziell eröffnet und sukzessive besiedelt wird; in dieser Woche bezog beispielsweise der Schönheitschirurg Artur Worseg seine neue Klinik im 52. Stock. Die Firma Baxter ist ebenfalls schon eingezogen, immer noch ist aber die Hälfte der Büroflächen in Österreichs neuem höchstem Haus zu haben.

City am beliebtesten

Im Zentrum der Bundeshauptstadt ("Central Business District") war der (eigengenutzte) Raiffeisen-Turm mit 22.000 Quadratmetern im Vorjahr das größte fertiggestellte Projekt. Die Innenstadt ist nach wie vor die beliebteste Lage, laut CBRE fanden hier 39 Prozent aller Neuvermietungen statt. Und mit 25,25 Euro pro Quadratmeter und Monat gibt es hier auch die höchsten Mieten zu zahlen - eine Verteuerung um 50 Cent gegenüber 2012.

Auch 2014 werden einige große Projekte fertiggestellt werden, zum Beispiel gegen Ende des Jahres die ÖBB-Konzernzentrale am Hauptbahnhof mit einer Fläche von 31.000 m² sowie die neue Wiener-Wohnen-Zentrale "Gate 2" mit 30.600 m². Insgesamt wird sich aber die Neuflächenproduktion nur auf 2013er-Niveau bewegen. Allerdings: "Ein Großteil der neuen Flächen ist zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung schon nicht mehr am Markt", sagt Felix Zekely von CBRE. Rund 60 Prozent der Flächen sind bei Fertigstellung schon vorvermietet.

"Zertifikat immer wichtiger"

Bei Makler-Mitbewerber EHL glaubt man deshalb, dass die Leerstandsrate, die hier derzeit schon bei sieben Prozent gesehen wird, nächstes Jahr sogar leicht sinken dürfte. Außerdem erwartet Geschäftsführer Michael Ehlmaier, dass sich die Nachfrage hin zu mittel- und hochpreisigen Flächen verschieben wird, wovon Projekte wie das "Goldene Quartier" (Signa) und die "Fleischmarkt 1 Premium Offices" (Wlaschek-Gruppe) profitieren dürften. "Immer wichtiger" für Mietinteressenten werden laut EHL-Büroexperten Stefan Wernhart Green-Building-Zertifizierungen nach LEED, BREEAM oder ÖGNI. Diese seien wesentliche Faktoren für den weit überdurchschnittlichen Vermietungserfolg dieser Objekte; "Nachhaltigkeit ist zu einem wichtigen Imagefaktor geworden." (zof, mapu, DER STANDARD, 25.1.2014)

Share if you care.