Dicke Luft bei Inter Mailand

24. Jänner 2014, 18:46
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In den letzten acht Partien der Serie A sprang nur ein Sieg heraus und auch sonst läuft bei den Blau-Schwarzen wenig nach Plan

Mailand - Nach nur einem Sieg aus den letzten acht Spielen in der Serie A, steht Inter Mailand am Sonntag gegen Catania gehörig unter Druck. Der Champions-League-Sieger von 2010 muss liefern, elf Punkte fehlen den nach 20 Runden auf Platz fünf liegenden Blau-Schwarzen bereits auf Rang drei, welcher an der Teilnahme zur Champions-League-Qualifikation berechtigt. Auch im italienischen Cup ist Inter nicht mehr vertreten.

Nach den zuletzt gezeigten Leistungen geriet auch Trainer Walter Mazzarri in die Kritik, der seit Mai des Vorjahres bei Inter werkelt. Zuletzt musste sich seine Mannschaft, die in dieser Saison insgesamt erst acht Mal gewinnen konnte, beim FC Genua 0:1 geschlagen geben. Eine Peinlichkeit im Meazza-Stadion gegen die Sizilianer ist nicht leistbar.

Generell ist die Stimmung um den Klub nicht die beste. Der indonesische Medienmagnat Erick Thohir, bei Inter als Mehrheitsaktionär eingestiegen, will einige Stars verkaufen, um Schulden abzubauen. Das hat Proteste unter den Inter-Fans ausgelöst.

Die Gazetta dello Sport spekulierte unlängst über einen Abgang des Verteidigers Andrea Ranocchia Richtung Borussia Dortmund. Neun Millionen Euro sollen die Deutschen für den 26 Jahre alten Nationalspieler geboten haben. Inter habe jedoch angeblich von 12 Millionen Euro verlangt. Den Betrag wolle man in den Brasilianer Hernanes (Lazio Rom) reinvestieren, hieß es. Der BVB jedoch bestritt jedes Interesse an so einem Geschäft.

Zuletzt scheiterte ein Deal mit Juventus Turin, der Mirko Vucinic im Tausch gegen den Kolumbianer Fredy Guarin nach Mailand bringen sollte. Nachdem Vucinic bereits den Medizincheck absolviert hatte, schob Thohir dem Transfer einen Riegel vor. Der Verein habe entschieden, die Verhandlungen nicht weiterzuführen, hieß es diese Woche in einer Inter-Mitteilung. Juve reagierte verärgert über die "befremdlichen Ereignisse".

Es läuft also derzeit nicht viel rund bei Inter. Da wird es emotional auch eher wenig helfen, dass es bei den Erzrivalen vom AC Milan noch düsterer aussieht. Die Rossoneri liegen noch sieben Zähler hinter Inter auf Platz elf der Tabelle, am Freitag verpflichteten sie den ghanaischen Mittelfeldspieler Michael Essien vom FC Chelsea.

Auf Spitzenreiter Juventus wartet mit dem Auswärtsspiel gegen Lazio Rom eine schwierige Aufgabe. Die zweitplatzierte AS Roma, die Juve am Dienstag aus dem Cup warf, tritt beim Überraschungs-Sechsten Hellas Verona an. György Garics kämpft mit Bologna auswärts gegen Sampdoria Genua um Punktezuwachs im Abstiegskampf. (sid/bausch - 24.1. 2014)

  • Hat es auch nicht leicht: Inter-Trainer Walter Mazzarri.
    foto: reuters/garofalo

    Hat es auch nicht leicht: Inter-Trainer Walter Mazzarri.

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