Apple zu Mac-Geburstag: Microsoft auf falschem Dampfer

24. Jänner 2014, 11:07
132 Postings

Das Unternehmen feiert den 30. Geburtstag seines ersten Macintosh

Am  24. Jänner 1984 präsentierte Steve Jobs den ersten Macintosh. 30 Jahre später sind sowohl Apple als auch der Mac trotz einiger Tiefen immer noch da. "Jedes Unternehmen, das Computer entwickelte, als wir mit dem Mac starteten, ist inzwischen verschwunden", sagte Apples Marketingchef Phil Schiller im Interview mit der "Macworld". Den Grund dafür sieht er darin, dass Apple bereit sei, sich immer wieder neu zu erfinden.

Gleiche Prinzipien

In den heutigen Macs würden viele Prinzipien des Originalcomputers nachwirken. Bud Tribble war damals im Entwicklerteam des Macintosh und ist heute Vizepräsident für Software Technology. Für ihn haben die heutigen Macs mit den damaligen gemein, dass sie einfach zu erlernen seien und sich nach den Nutzern richten würden anstatt umgekehrt. Das gelte auch für Apples andere Produkte. (Die Einschränkungen von iOS in Bezug auf den App Store dürfte er damit wohl ausklammern.)

iPad kein Mac-Killer

Die Einführung von iPhone und iPad habe dem Mac nochmals einen ordentlichen Kick gegeben, sind sich die Apple-Manager sicher. So sehen sie den klassischen Computer und Laptop noch längst nicht am Ende. Während bei anderen Herstellern Tablets langsam das PC-Geschäft auffressen, gelte das für den Mac nicht. Das liege einerseits daran, dass man versuche, iOS und OS X näher zusammenzubringen. Andererseits versuche man aber nicht, die Plattformen komplett zu vereinheitlichen.

iOS und OS X bleiben getrennt

Beide Systeme würden auch weiterhin unterschiedliche Benutzeroberflächen und Bedienungsmöglichkeiten haben. Der Grund dafür sei, dass nicht jedes Endgerät für jede Aufgabe gleich gut zu nutzen sei, sagt Craig Federighi, Senior Vice President Software Engineering, zur "Macworld". Für gewisse Aufgaben sei ein Smartphone oder Tablet mit Touchscreen-Eingabe gut, für andere eigne sich ein Computer mit Maus und Tastatur besser.

Seitenhieb auf Microsoft

Apples Mitbewerber, die versuchten, alle Oberflächen und Geräte zu vereinheitlichen, seien auf dem falschen Dampfer, so Federighi. Gemeint ist damit klarerweise Microsoft, das seine von Windows Phone bekannte Kacheloberfläche zum Touchscreen-Interface für Windows 8 umgebaut hat. Apple arbeite daran, dass Nutzer einfacher zwischen iOS und OS X wechseln können, indem etwa die Messages auf allen Geräten vorhanden sind. Aber manchmal sei ein Mac das beste Werkzeug für eine Aufgabe. Zum Jubiläum hat Apple eine eigene Geburstagsseite eingerichtet. (br, derStandard.at, 24.1.2014)

  • Der verstorbene Apple-Mitgründer Steve Jobs (links) bei der Präsentation des ersten Macintosh.
    foto: ap photo

    Der verstorbene Apple-Mitgründer Steve Jobs (links) bei der Präsentation des ersten Macintosh.

Share if you care.