ADAC-Präsident nutzt Hubschrauber als Taxi

24. Jänner 2014, 10:32
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Um schneller von Termin zu Termin zu kommen, schwang sich Peter Mayer schon mal in den Rettungshubschrauber und ließ sich einfliegen

Der Ärger um und für den ADAC reißt nicht ab. Nach dem Skandal um die Manipulationen der Abstimmung zur Vergabe des "Gelben Engels" gerät nun auch der Präsident des deutschen Autofahrerclubs in die Kritik. Laut einem Bericht des "Stern" soll Peter Mayer die Rettungshubschrauber als "Dienstfahrzeug" genutzt haben. Das Nachrichtenmagazin bezieht sich dabei auf die Aussagen eines Zeugen, wonach sich Mayer zu verschiedenen Veranstaltungen fliegen ließ. Um bequemer und schneller am Zielort zu sein, ließ er dabei den Helikopter auch mitten im Stadtgebiet landen. Auch andere Mitglieder des Präsidiums nutzten demnach diese Fortbewegungsmöglichkeit.

Der ADAC zeigt jedenfalls keine Schuldgefühle und hat den Bericht des "Stern" bestätigt: Solche Flüge seien innerhalb der vergangenen zehn Jahre "weniger als 30 Mal" vorgekommen, hieß es. Weiters teilte er dem Magazin mit, die Mitglieder seines Präsidiums seien als offizielle Organe dazu berechtigt, für dienstliche Anlässe bei Verfügbarkeit ausschließlich auf Reservemaschinen der Luftrettung zurückzugreifen. Wenn die Hubschrauber anders als für den Rettungsdienst verwendet würden, "tun wir dies im Rahmen unserer unternehmerischen Verantwortung zur Senkung unserer Fixkosten". (red, derStandard.at, 24.1.2014)

  • Der ADAC-Hubschrauber rettet nicht nur Menschenleben.
    foto: ap/christof stache

    Der ADAC-Hubschrauber rettet nicht nur Menschenleben.

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