Ex-Opera-Chef sieht guten Ruf bei Browsern verspielt

24. Jänner 2014, 10:36
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Wechsel zu Blink-Engine sei keine gute Entscheidung gewesen

Wenig lobende Worte hat Jon S. von Tezchner für den Browserhersteller Opera übrig. Der ehemalige CEO des Unternehmens kritisiert, dass Opera seinen Ruf als ernstzunehmender Browserhersteller verspielt hat. Als einen der Gründe gibt von Tetzchner den Wechsel auf Googles Rendering-Engine Blink an. 

Browser bleibt auf der Strecke

Cnet gegenüber erklärt der ehemalige Opera-Chef, dass sich Opera zu sehr auf seine Werbeplattform für mobile Geräte und die Video-Kompressions-Technologie SkyFire konzentriere. Dorthin wäre zu viel Geld geflossen, so der einstige CEO. Der Browser bleibe dabei auf der Strecke, Neuerungen hätte es in den letzten Jahren nur wenige gegeben. Ginge es nach ihm, hätte Opera bei seiner eigenen Engine Presto bleiben sollen anstatt zur Blink-Engine zu setzen.

Schließlung von "My Opera"

Er glaubt weiters, dass man Presto "weggeworfen" habe, weil die Entwickler sich sinnvolleren Aufgaben hätten widmen wollen. Aus Kostengründen sei diese Entscheidung nicht gefallen. Auch mit Presto hätte man bis Ende 2013 500 Millionen Nutzer für Opera erreichen können, stattdessen sind es nur 300 Millionen. Der Schließung der Plattform "My Opera" will der Ex-CEO mit einer eigens geschaffenen Plattform namens Vivaldi entgegenwirken, die die User gewinnen soll. 19 ehemalige Mitarbeiter sollen ihm dabei helfen. (red, derStandard.at, 24.1.2014)

  • Opera hätte seinen Ruf verspielt, meint der ehemalige Opera-CEO
    foto: opera

    Opera hätte seinen Ruf verspielt, meint der ehemalige Opera-CEO

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