Fitch bestätigt Deutschlands Top-Bonität

24. Jänner 2014, 11:06
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Deutschland und Luxemburg behalten vor dem Hintergrund des Abklingens laut den Kreditwächtern ihre Top-Note

Frankfurt/London - Deutschland behält auch bei der Ratingagentur Fitch seine Top-Note. Wie die Agentur mitteilte, wird die Kreditwürdigkeit weiter mit "AAA" bei stabilem Ausblick bewertet. Dies bedeutet, dass die Gefahr eines Verlusts der höchsten Bonitätsstufe in absehbarer Zeit gering ist. Vor zwei Wochen hatten bereits die Bonitätsprüfer von Standard & Poor's (S&P) Deutschlands Bestnote bestätigt.

Fitch begründet seine Entscheidung unter anderem mit der Verschuldungssituation Deutschlands. Die staatliche Schuldenquote, die den Schuldenstand ins Verhältnis zur Wirtschaftsleistung setzt, beginne bereits zu sinken, schreibt die Agentur. Allerdings liege die Quote mit etwa 80 Prozent deutlich höher als im Durchschnitt der ebenfalls mit "AAA" bewerteten Staaten. Positiv wertet Fitch das Abklingen der Euro-Krise, was die finanziellen Risiken für Deutschland mindere.

Außerdem bekräftigte die Agentur auch für Luxemburg die Bewertung "AAA" mit stabilem Ausblick.

Schlechteres Rating für Kroatien

Die Bonität Kroatiens dagegen wurde von Standard & Poor's von "BB plus" auf "BB" gesenkt, mit dem Ausblick "stabil". Als Grund führte S&P an, dass sich die Rezession in Kroatien auch das sechste Jahr in Folge fortsetzen könnte. S&P befürchtet, dass Kroatien zum Netto-Zahler der EU werden könnte, wenn es die "Politik der Selbstgefälligkeit" fortsetze.

S&P kritisierte die Wirtschafts- und Budgetmaßnahmen der Mitte-Links-Regierung als nicht ausreichend. Die Maßnahmen genügten demnach nicht, um das Wirtschaftswachstum zu fördern und die öffentlichen Finanzen auf einen nachhaltigen Weg zu bringen. "Die Konkurrenzfähigkeit ist weiterhin schwach, unter anderem wegen des rigiden Arbeitsmarktes und eines schwierigen Geschäftsumfelds", stellte die Agentur fest.

Die Analysten zeigten sich überzeugt, dass Kroatien mittelfristig durch die EU-Mitgliedschaft viele Möglichkeiten habe. Jegliche kurzfristigen Chancen, die durch die Mitgliedschaft entstanden seien, seien wegen struktureller Probleme eingeschränkt, wie etwa die Behinderung von Wirtschafts- und Budgetreformen, politischer Unsicherheit angesichts der Parlamentswahlen 2015 und eines Missverhältnisses von privatem und öffentlichem Sektor. (APA, 24.1.2014)

  • Der Daumen für Deutschland und Luxemburg zeigt weiterhin nach oben.

    Der Daumen für Deutschland und Luxemburg zeigt weiterhin nach oben.

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