Fernost-Börsen schließen überwiegend tiefer

24. Jänner 2014, 12:41
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Nikkei-Index bricht 1,9 Prozent ein

Tokio - Die asiatischen Leitbörsen haben am Freitag überwiegend mit Kursverlusten geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor deutliche 304,33 Zähler oder 1,94 Prozent auf 15.391,56 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 283,84 Zähler (minus 1,25 Prozent) auf 22.450,06 Einheiten. Der KOSPI 100 in Seoul schloss mit einem Minus von 0,34 Prozent bei 1.914,63 Zählern.

In Singapur ging der FTSE Straits Times Index bei 3.075,99 Zählern mit einem Minus von 24,25 Punkten oder 0,78 Prozent aus dem Handel. Abwärts ging es auch in Sydney. Der All Ordinaries Index verlor 21,2 Zähler oder 0,40 Prozent auf 5.254,30 Einheiten. Hier dürften Händlern zufolge Analysen von JPMorgan und Westpac Banking belastet haben. Beide Banken haben ihre Prognosen für eine weitere Leitzinssenkung der australischen Notenbank nach hinten verschoben.

Im grünen Bereich schloss damit lediglich der Shanghai Composite - mit einem Plus von 12,21 Punkten oder 0,60 Prozent bei 2.054,39 Zählern.

Schwache Vorgaben von der Wall Street trübten die Stimmung unter den asiatischen Anlegern. Zusätzlich belasteten Unsicherheiten über die wirtschaftliche Entwicklung in China. Zuletzt hatten einige Wachstumsindikatoren enttäuscht. Auch Sorgen um den chinesischen Geldmarkt würden weiter anhalten, sagte ein Marktteilnehmer.

In Tokio verloren Toyota 1,73 Prozent auf 6.170 Yen. Der japanische Autobauer hatte bereits am Vortag nach Börsenschluss Absatzzahlen veröffentlicht. Die historische Marke von zehn Millionen verkauften Fahrzeugen wurde im vergangenen Jahr knapp verfehlt, Toyota bleibt aber der größte Autobauer der Welt. In diesem Jahr will der Konzern erstmals über zehn Millionen Autos verkaufen.

Der Aktienkurs von Toyota dürfte auch unter dem stärkeren Yen gelitten haben. Andere exportorientierte Werte wie Mazda (minus 2,43 Prozent auf 522 Yen) und Honda (minus 2,44 Prozent auf 3.995 Yen) mussten ebenfalls Kursverluste hinnehmen.

Noch kräftigere Verluste gab es für Daiichi Sankyo. Die Aktie des Pharmakonzerns verlor 6,37 Prozent auf 1.780 Yen. Eine US-Gesundheitsbehörde hat bekannt gegeben, dass weitere Produkte des indischen Tochterunternehmens Ranbaxy Laboratories wegen Mängel bei der Herstellungsweise nicht für den US-Markt zugelassen werden.

In Seoul waren die Quartalszahlen von Samsung Gesprächsthema Nummer eins. Der Smartphone-Marktführer hat im letzten Vierteljahr 2013 deutlich weniger verdient als im Rekordquartal zuvor. Der Überschuss fiel im Vergleich zum dritten Quartal um elf Prozent auf 7,3 Billionen Won (knapp fünf Mrd. Euro). Die Aktien legten um 0,62 Prozent auf 1.307.000 Won zu.

In Hongkong stiegen Lenovo um 1,16 Prozent auf 10,44 Hongkong-Dollar. Die Aktien des chinesischen Computerherstellers waren am Vortag vom Handel ausgesetzt, nachdem er die teilweise Übernahme des Servergeschäfts von IBM bekannt gegeben hatte. (APA, 24.1.2014)

 

 

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