Marsrover Opportunity: Neue Entdeckung zum zehnjährigen Jubiläum

24. Jänner 2014, 11:46
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Analysen bestätigen den Verdacht, dass es auch im Endeavour-Krater einst Wasser gab

Washington - Eigentlich sollte der Rover Opportunity nur drei Monate lang am Mars eingesetzt werden, aber er erwies sich als zuverlässiger Langzeitroboter: Pünktlich zum zehnten Jahrestag seiner Landung am 25. Jänner ist ihm nun eine weitere wichtige Entdeckung gelungen: Im Endeavour-Krater, wo sich der NASA-Rover seit Monaten aufhält, hat es demnach einst Wasser gegeben.

Daten der Mars-Sonde "Mars Reconaissance Orbiter" hatten bereits darauf hingedeutet, dass es am Rande des Kraters, der einen Durchmesser von rund 22 Kilometern hat, eisen- und aluminiumhaltigen Tongrund geben könnte. Also wurde Opportunity dorthin geschickt, um die unmittelbare Umgebung des Kraters zu untersuchen.

Wasser vor und nach Kraterbildung

Die Ergebnisse haben Wissenschafter rund um Raymond Arvidson von der Washington Universität in St. Louis jetzt im Fachmagazin "Science" veröffentlicht: Vor und nach der Entstehung des Kraters vor rund 3,7 Milliarden Jahren kamen demnach Bodenbereiche mit fließendem Wasser in Berührung. Nach der Entstehung des Kraters dürfte das Wasser sehr salz- und säurehaltig gewesen sein. Davor soll es es jedoch nur leicht säurehaltig gewesen sein - und damit potenziell günstig für mikrobielles Leben.

Die neusten Erkenntnisse von Opportunity würden die Daten des Rovers Curiosity perfekt ergänzen, schreibt John Grotzinger, Leiter des Mars Science Laboratory in "Science". Auch Curiosity konnte bereits Beweise für die einstitge Existenz von wasserführenden Flussläufen auf dem Mars erbringen. "Die Ergebnisse zeigen, dass der Mars bewohnbar war - was nicht heißt, dass der Mars auch bewohnt war", so Grotzinger.

Zuletzt hatte Opportunity durch einen anderen Fund für Aufsehen gesorgt: Der Rover hatte einen Donut-förmigen Stein gefunden, der kurz zuvor noch nicht an seiner Fundstelle lag. Es drängte sich allerdings der Verdacht auf, der Roboter habe den Brocken unabsichtlich selbst dorthin befördert. (APA/red, derStandard.at, 24.1.2014)

  • Seit zehn Jahren im Dienste der Wissenschaft: der Marsrover Opportunity.
    foto: ap

    Seit zehn Jahren im Dienste der Wissenschaft: der Marsrover Opportunity.

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