13-Jähriger soll Siebenjährige in Graz sexuell missbraucht haben

23. Jänner 2014, 16:50
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Bei Bushaltestelle angesprochen

Graz - Mitten in der Stadt, bei einer Bushaltestelle am Grazer Jakominiplatz, soll ein 13-Jähriger ein siebenjähriges Mädchen angesprochen und danach zweimal schwer sexuell missbraucht haben - am selben Tag und etwa eine Woche später.

Durch einen Bericht in der Kleinen Zeitung wurde der Fall, den ein Sprecher der Staatsanwaltschaft dem Standard bestätigte, nun publik. Der erste Übergriff soll vor rund einer Woche stattgefunden haben. Der Bub und das Mädchen sollen vom Jakominiplatz aus mit demselben Bus weitergefahren und an derselben Haltestelle ausgestiegen sein. Von dort soll der Teenager die Volksschülerin in ein Kaufhaus mitgenommen und in einer Toilettenanlage missbraucht haben. Danach soll er das Mädchen an der Hand genommen und wieder zur Haltestelle zurückgebracht haben.

Mutter alarmierte Polizei

Details könne man - auch aus Gründen des Opferschutzes - nicht nennen, so Hansjörg Bacher von der Staatsanwaltschaft Graz, jedenfalls dürfte es sich um schweren sexuellen Missbrauch handeln.

Nach dem zweiten Übergriff am 21. Jänner in einem Parkhaus vertraute sich das Mädchen seiner Mutter an, die die Polizei alarmierte. Auch beim zweiten Übergriff sollen die Kinder wieder auf der Straße aufeinandergetroffen sein, bevor der Bub das Mädchen verschleppte.

Der mutmaßliche Täter sowie das Opfer konnten durch die Aufnahmen von Überwachungskameras ausgeforscht werden, auf denen sie laut Polizei deutlich zu erkennen seien. Der Bub wurde im Volksgarten aufgegriffen und sei bei der Polizei amtsbekannt, mögliche weitere Straftaten werden untersucht.

Der 13-Jährige ist noch nicht strafmündig. "Er wird damit ein Fall für die Jugendwohlfahrt werden", erklärt Bacher. (cms, DER STANDARD, 24.1.2014)

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