Mehr Gründer im Jahr 2013

23. Jänner 2014, 12:48
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28.565 Neugründer wagten im Vorjahr den Weg in die Selbstständigkeit

Wien - Laut aktueller "Gründungsstatistik 2013", wagten im vergangenen Jahr 28.565 Neugründer (ohne den Berufszweig der selbstständigen Personenbetreuer) den Schritt in Selbständigkeit - um 1.640 mehr als noch im Jahr 2012 (plus 6,1 Prozent). "Trotz wirtschaftlich fordernder Zeiten haben sich Österreichs Gründerinnen und Gründer nicht unterkriegen lassen", kommentiert WKÖ-Präsident Christoph Leitl die Zahl.

Besonders positiv für Leitl: Weibliche Gründer sind weiter auf dem Vormarsch: Ohne die selbständigen Personenbetreuer lag der Frauenanteil 2013 bei 43,5 Prozent (plus 1,6 Prozentpunkten gegenüber 2012). Erfreut zeigte sich Leitl auch über die Trendwende bei den GmbH-Neugründungen: hier gab es nach Jahren des Rückgangs erstmals wieder einen Zuwachs auf 3.498 Neugründungen, was zwölf Prozent aller Gesamtgründungen ausmacht. Für Leitl Grund genug, einmal mehr zu betonen, dass die GmbH-Reform keineswegs zurückgenommen werden solle.

 

Schützenhilfe bekommt der WKÖ-Chef in der Angelegenheit auch vom Bundesvorsitzenden der Jungen Wirtschaft, Herbert Rohrmair-Lewis: "Die Botschaft einer Rücknahme der GmbH-Neu hat unsere Jungunternehmer ins Knochenmark getroffen", so Rohrmair-Lewis. Bevor man über eine "Zwangsauffüllung bei der GmbH" nachdenke, solle man lieber rasch eine Reduktion unnötiger Vorschriften und überbordender Bürokratie angehen, so Rohrmair-Lewis.

Neben der GmbH-Neu sieht Leitl weiterhin bei der Neuregelung des Gewinnfreibetrages Verhandlungsbedarf. Hier solle der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag bis 2016 auf Realinvestitionen begrenzt werden: "Es kann sicher nicht sein, dass eine Neuregelung die Förderung der Eigenkapitalbildung in einer ohnehin angespannten Wirtschaftslage behindert." Eine Neuregelung dürfe die grundsätzliche Gleichstellung von Selbständigen und Unselbständigen in Bezug auf ein steuerbegünstigtes 13. und 14. Einkommen nicht in Frage stellen, hält der WKÖ-Präsident einmal mehr die Position der Wirtschaft fest. Und nicht zuletzt wiederholt Leitl seinen Wunsch nach einem Handwerkerbonus, der den Pfusch eindämmen und die reale Wirtschaft beleben soll. "Nur durch eine verlässliche Umsetzung dieser Maßnahmen kann und wird sich die durchaus kritische Stimmung, die momentan in der Wirtschaft vorherrscht, verbessern", zeigte sich Leitl überzeugt, dass es in all diesen Punkten konstruktive Gespräche mit der Regierung geben wird. (red, derStandard,at, 23.1.2014)

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    grafik: apa
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