Justiz sucht nach Maulwurf im Fall Hoeneß

23. Jänner 2014, 12:07
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Wer hat die Steuerakte des Bayern-München-Präsidenten an Journalisten ausgehändigt? Die Justiz sucht im Finanzamt

München - Im Steuerfall Uli Hoeneß, Präsident des deutschen Fußballmeisters Bayern München, ermittelt die Staatsanwaltschaft nun auch gegen Mitarbeiter der Finanzbehörden. "Wir durchsuchen Dienststellen der Finanzverwaltung", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Ermittler gehen demnach dem Verdacht der Verletzung von Steuer- und Dienstgeheimnissen nach.

Hoeneß selbst habe Strafanzeige erstattet, weil Unterlagen aus seiner Steuerakte in die Hände von Journalisten geraten waren. Durchsucht werden dem Bericht zufolge das für Hoeneß zuständige Finanzamt im oberbayerischen Miesbach und das Rechenzentrum des Landesamts für Finanzen in Nürnberg.

Hoeneß muss sich wegen Steuerhinterziehung ab 10. März vor Gericht verantworten. Der Sportmanager hat eingeräumt, über Jahre hinweg dem Finanzamt ein Konto in der Schweiz verheimlicht zu haben. Publik geworden war der Fall durch Medienberichte. Demzufolge ging es um Millionenbeträge. Hoeneß hatte sich unter Mitwirkung seiner Berater selbst angezeigt. Allerdings war die Selbstanzeige, die normalerweise vor Strafe schützt, nach Auffassung der Staatsanwaltschaft fehlerhaft. (APA/Reuters, 23.1.2014)

  • Uli Hoeneß steht ab Anfang März vor Gericht.
    foto: apa/friso gentsch

    Uli Hoeneß steht ab Anfang März vor Gericht.

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