Europas Leitbörsen schließen klar im Minus

23. Jänner 2014, 18:29
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Nokia-Titel rutschten nach Zahlen ab

Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Donnerstag mit klaren Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 34,19 Einheiten oder 1,08 Prozent auf 3.117,08 Zähler.

Belastet von schwachen Vorgaben aus Asien gingen die europäischen Aktienmärkte zunächst verhalten in den Handelstag. Am Vormittag veröffentlichte Einkaufsmanagerindizes für den Euroraum fielen besser aus als erwartet und sorgten kurzfristig für Auftrieb. Nachdem die Wall Street klar im roten Bereich eröffnete, ging es für die europäischen Börsen aber ebenfalls klar abwärts.

Weitere Impulse kamen von Quartalsbilanzen. Nokia rutsche im vierten Quartal in die roten Zahlen - hauptsächlich aufgrund eines Umsatzeinbruches der wichtigen Netzwerksparte NSN. Unter dem Strich betrug der Fehlbetrag 20 Millionen Euro. Die Anteilsscheine schlossen mit einem satten Minus von 10,66 Prozent bei 5,11 Euro.

Easyjet hat für das abgelaufene Quartal Erlöse von 897 Mio. Pfund gemeldet, was einen Anstieg von fast 8 Prozent bedeutet. Die Zahl der Fluggäste hat sich zum Vorjahr um 4,2 Prozent erhöht. Dennoch rechnet man für das erste Halbjahr mit einem Vorsteuerminus im Bereich von 70 bis 90 Mio. Pfund. Die Papiere des Billigfliegers verloren 4,07 Prozent auf 1.672 Pence.

An der Börse in Mailand ging es für Fiat-Anteilsscheine aufwärts. Zuletzt wurde darüber spekuliert, dass der italienische Autobauer nach seinem endgültigen Zusammenschluss mit der US-Tochter Chrysler seine Aktien künftig in New York listen lassen könnte. Fiat-Titel notierten mit einem Plus von 2,63 Prozent bei 7,62 Euro.

Zu den wenigen Gewinnern im Euro-Stoxx-50 zählten die deutschen Versorgertitel. Bereits am Vortag getätigte Äußerungen des deutschen Wirtschaftsministers Sigmar Gabriel bei einem Branchentreffen lassen die Energiekonzerne auf eine neue Subventionsregelung für unrentable fossile Kraftwerke hoffen. E.ON schlossen mit einem Plus von 0,58 Prozent bei 13,85 Euro. RWE gewannen 0,27 Prozent auf 27,69 Euro.

Auch andere europäische Versorger-Werte legten zu. Enel stiegen um 0,29 Prozent auf 3,48 Euro zu. Iberdrola verteuerten sich um 0,52 Prozent auf 4,65 Euro zu. (APA, 23.1.2014)

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