Obersteirischer Medienunternehmer zum zweiten Mal insolvent

23. Jänner 2014, 10:50
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MEMA Medien-Marketing GmbH mit 118.000 Euro überschuldet - Weiterführung vorgesehen - Suche nach Investor Kapfenberg

Kapfenberg- Das obersteirische Medienunternehmen MEMA Medien-Marketing GmbH in Kapfenberg hat am Donnerstag zum zweiten Mal nach 2011 ein Insolvenzverfahren eröffnet. Wie die Kreditschutzverbände KSV1870 und AKV mitteilten, war der mittlerweile pensionierte Geschäftsführer Bruno Rabl seit Monaten vergeblich auf der Suche nach einem Investor. Eine Weiterführung sei angedacht.

Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft belaufen sich aktuell auf gut 274.000 Euro. Ihnen stehen Aktiva in der Höhe von mehr als 156.000 Euro gegenüber. Die Überschuldung beträgt somit knapp 118.000 Euro.

Die MEMA GmbH betrieb zuletzt mit acht Dienstnehmern einen privaten Kabel-TV-Sender und einen Zeitungsverlag, wobei zum Beispiel die "Burgenländische Wirtschaftskammerzeitung" sowie die Zeitschrift "Hochsteiermark" produziert wurden. Bereits im Oktober 2011 war ein Insolvenzverfahren eröffnet worden, das im Jänner 2012 nach Erfüllung eines 20-prozentigen Sanierungsplanes aufgehoben wurde.

"Forderungsausfälle, der Ausfall eines Kunden, ein neuer Mitbewerber vor Ort und eine - infolge der vorangegangenen Insolvenz - fehlende Liquidität haben letztlich zur neuerlichen Insolvenz geführt", hieß es seitens des KSV1870. Die 1995 gegründete Gesellschaft soll fortgeführt werden, wobei die Mittel dafür aus Produktionen von "Mema-TV" und Zeitschriften geschöpft werden sollen. Außerdem sei man immer noch auf der Suche nach einem Investor. (APA, 23.1.2014)

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