Virtual-Reality-Spiel lässt Männer in Frauenkörper schlüpfen und umgekehrt

23. Jänner 2014, 10:15
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Neues Kunstprojekt soll Empathie stärken

Ein Künstlerkollektiv namens Be Another Lab lässt Menschen in die Körper des anderen Geschlechts schlüpfen. Dafür müssen keine experimentellen Operationen am Gehirn vorgenommen werden, anstelle dessen setzen sie den Teilnehmern eine Kopfkamera und ein Exemplar der Virtual-Reality-Brille Oculus Rift auf, um die Welt aus der Sicht des anderen sehen zu können. Dabei soll vor allem die Möglichkeit geboten werden, den Körper des anderen Geschlechts zu "empfinden" und die eigene Empathie zu schärfen.

Rollentausch

Das System mit dem treffenden Namen "The Machine to Be Another" setzt voraus, dass die beiden teilnehmenden Personen mit dem Rücken aneinander stehen, auf sich herabsehen und möglichst symmetrisch mit ihren Händen und Augen ihre Körper erforschen. Dadurch, dass man sieht, was im Blickfeld des anderen ist, soll zumindest optisch das Gefühl erzeugt werden, sich im Körper des anderen zu befinden. Damit die Illusion funktioniert, benötigt es also das Zusammenspiel beider Teilnehmer. "Als Teil einer sozialen Gesellschaft ist es wichtig, 'das Gegenüber' und 'einander' besser zu kennen, um sich selbst besser zu verstehen", heißt es in der Beschreibung des Projekts.   

Mitmenschen verstehen

Die Idee dahinter: Wenn man die Welt mit fremden Augen sehen könnte, würde man ein besseres Verständnis für die Gesellschaft entwickeln, in der wir leben. Wie das zumindest in einer sehr beschränkten Testumgebung aussieht, zeigen die Künstler in einem Video. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 23.1.2014)

Video: Gener Swap Experiment

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    foto: be another lab

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