Felsbrocken zermalmte Wirtschaftsgebäude in Südtirol

Ansichtssache22. Jänner 2014, 19:44
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Tausende Kubikmeter Gestein beschädigten auch Weingärten - Keine Verletzten

Tramin - Bis zu 4.000 Kubikmeter Gestein sind Dienstagabend in Rungg in Tramin in Südtirol aus einer Felswand gebrochen und ins Tal gestürzt. Unter anderem wurden ein Wirtschaftsgebäude und Weingärten beschädigt, verletzt wurde niemand. Die Evakuierung eines Hofes und eines Lokales bleibt vorerst aufrecht, teilte das Land in einer Aussendung mit.

Am Mittwoch waren Geologen, die Verantwortlichen des Landeszivilschutzes und der Gemeinden Tramin und Kurtatsch sowie Feuerwehrleute an Ort und Stelle, um sich ein Bild von der Lage zu machen. "Wir werden das Möglichste tun, die Sicherheit für die Anrainer bald wieder herzustellen", sagt Zivilschutzlandesrat Arnold Schuler.

foto: apa/presseamt land südtirol

"Ein Felsturm hat sich gelöst und ein Restfels ist noch instabil, da er sich am Fuß stark verjüngt und einen instabilen Eindruck macht. Auch sind noch zahlreiche lose Felsblöcke vorhanden", erklärte Landesgeologe David Tonidandl. Die Hochspannungsleitung sei noch intakt, ein Felsblock war kurz davor zu stehen gekommen.

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foto: apa/presseamt land südtirol

Der Felssturz hatte sich am Dienstag kurz vor 20.30 Uhr zwischen Rungg in Tramin und Kurtatsch ereignet. Laut Landeszivilschutz wird eine Sprengung des restlichen Felsturms in Erwägung gezogen. Der verbliebene Felsturm sei etwa 15 bis 20 Meter hoch. Die gestürzte Gesamtmenge schätzten die Experten auf 3.000 bis 4.000 Kubikmeter. Am Mittwoch waren noch vier Personen von der Evakuierung betroffen, tags zuvor waren es sieben, hieß es. (APA, 22.1.2014)

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