"Schiefergasblase in den USA vor dem Platzen"

22. Jänner 2014, 18:13
71 Postings

Die Euphorie in den USA über riesige Vorkommen an Schieferöl und -gas scheint zu verfliegen. Die Investitionen sind stark zurückgegangen

Wien - Die Euphorie in den USA über riesige Vorkommen an Schieferöl und -gas scheint zu verfliegen. Einer aktuellen Analyse des Forschungs- und Beratungsunternehmens IHS Herold zufolge sind die Investitionen internationaler Firmen im US-Öl- und Gasgeschäft stark zurückgegangen. Sind 2011 noch mehr als 30 Mrd. Dollar in den Sektor geflossen, waren es 2012 nur noch sieben Mrd. und im Vorjahr 3,4 Milliarden Dollar.

"Die Schiefergasblase in den USA ist vor dem Platzen", sagte Werner Zittel, einer der international führenden Forscher für Reichweiten fossiler Energien, am Mittwoch. Die Förderrate gehe dramatisch zurück, selbst in guten Feldern wie Bakken oder Fayetteville müssten immer rascher neue Bohrungen gesetzt werden, um den Abfall zu bremsen.

Zittel, der sich auf Einladung von Klima- und Energiefonds sowie Erneuerbare Energie Österreich in Wien befand, rät von einem Engagement bei Schiefergas in Europa ab. Dagegen sprächen nicht zuletzt ökologische und ökonomische Gründe.

Gegen Hydraulic fracturing - kurz Fracking, machen nun auch Teile der SPÖ mobil. In einer parlamentarischen Anfrage will der Tiroler Abgeordnete Max Unterrainer von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (VP) unter anderem wissen, wie oft Fracking in Österreich schon eingesetzt wurde und welche Chemikalien dabei zum Einsatz gekommen sind. Man sehe Gefahr für das Trinkwasser. (stro, DER STANDARD, 23.1.2014)

  • Eine Ölplattform in Kalifornien.
    foto: ap/carlson

    Eine Ölplattform in Kalifornien.

Share if you care.