Kinderdichter Erwin Moser, ein formidabel fabulöser Fabulierer

22. Jänner 2014, 18:07
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Zum 60er bekommt Moser ein Museum im Burgenland

Gols - Erwin Moser, mit dem Generationen von Kindern die fantastische Seite der Weltentdeckung kennengelernt haben, wird am heutigen Donnerstag 60. Das ist insofern mehr als eine Randnotiz, als die Ärzte ihm schon 2002 in Aussicht gestellt haben, diesen Geburtstag wohl nicht mehr zu erleben. Moser, der fabelhafte Kinderbuchautor und -maler, erkrankte vor 14 Jahren an einer unheilbaren Nervenkrankheit.

Seine Heimatgemeinde, das burgenländische Gols, richtet Erwin Moser - der 1980 mit Jenseits der großen Sümpfe seinerseits Gols ein Denkmal setzte - nun ein Museum ein. "In unserem Weinkulturhaus, in der sogenannten Alten Stube", erzählt SP-Bürgermeister Hans Schrammel, "eröffnet wird im März."

Kinderverzahrer

Hoch an der Zeit, könnte man sagen. Nicht nur der Wiener Kulturstadtrat, Andreas Mailath-Pokorny (SP), der Moser im Vorjahr das Goldene Verdienstkreuz verliehen hat, konstatiert: "Mosers Werke zählen heute zum Kanon der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur."

Seit einigen Jahren werden Mosers Arbeiten neu aufgelegt. 17 Bücher und ein Kalender sind seither erschienen. Geht es nach seiner Frau Ruth, werden die nicht die letzten gewesen sein. Sie ist die Initiatorin des Museums, in dem ein Querschnitt geboten wird durch das Werk jenes Mannes, den man auch einen Kinderverzahrer nennen könnte. 1992 hat er immerhin für Der Rabe Alfons in Hameln jenen Preis bekommen, der sich ausdrücklich "Rattenfänger" nennt. (wei, DER STANDARD, 23.1.2014)

  • Der Rabe Alfons oder: das eigentliche Wesen der Luftfahrt.
    foto: moser

    Der Rabe Alfons oder: das eigentliche Wesen der Luftfahrt.

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