Greenpeace warnt vor "Chlorhuhn-Lobby"

21. Jänner 2014, 00:01
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Fleischverband mache Druck auf die Verhandler des Freihandelsabkommens

Wien – Die EU-Kommission will bekanntlich einen Teil des EU-USA-Freihandelsabkommens vorerst nicht verhandeln und zuerst innerhalb der EU debattieren. Besonders sensible Bereiche im TTIP bleiben Lebensmittel- und Ökostandards. Hier gibt es Bedenken, dass künftig US-Hormonfleisch in der EU vertrieben würde. Auch wenn EU-Chefverhandeler Ignacio Garcia Bercero jüngst erklärte, dass darüber gar nicht verhandelt werde, weil EU-Recht Hormonfleisch klar verbiete, bleibt bei vielen die Sorge, dass hier Konsumentenrechte ausgehebelt würden.

Unter anderem warnt nun Greenpeace, dass die "Chlorhuhn-Lobby" Druck mache. Die NGO veröffentlicht auch einen entsprechenden Brief des "National Chicken Councils", worin die Haltung der EU zum "Chlorhuhn" scharf kritisiert wird. Der mächtige Fleischverband mache ordentlich Druck auf die Verhandler der USA, wird gewarnt: Sie werden TTIP nicht unterstützen, wenn nicht alle "nichttarifären Handelshemmnisse" (dazu gehört auch das Verbot der Chlorbehandlung) ausgeräumt werden. (red, derStandard.at, 22.1.2014)

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