SP-Kandidat Freund legt ORF-Pension und Abfertigung offen

22. Jänner 2014, 15:11
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Er hat sich 1999 vom ORF Pensionsbeiträge in der Höhe von 90.000 Euro auszahlen lassen - ORF-Abfertigung: 246.000 Euro - "War nie Absicht, etwas zu verschweigen"

Wien - Am Mittwoch hat SPÖ-EU-Spitzenkandidat und Ex-ORF-Moderator Eugen Freund auf die Medienberichte zu Pension und Abfertigung reagiert. "Eine Reihe von kolportierten Zahlen und eine politisch aufgeheizte Diskussion über meine Pensionsansprüche haben in der Öffentlichkeit den Eindruck entstehen lassen, als würde ich etwas verschweigen. Das tut mir leid, das war niemals meine Absicht. Deshalb möchte ich hiermit alle Ansprüche und Auszahlungen, die ich in meiner 31-jährigen Tätigkeit beim ORF erworben habe, auf den Tisch legen", schreibt er in einer Stellungnahme.

Er hofft, damit "einen Beitrag zur Glaubwürdigkeit und Transparenz zu leisten" und "die Chance zu erhalten - auch wenn ich als 'Neuling' im aktiven Politikerdasein vielleicht nicht ganz in das erwartete Schema passe - den Fokus auf die Zukunft zu richten".

Freund: "Wie viele meiner damaligen ORF-KollegInnen habe ich im Jahr 1999 das Angebot des ORF angenommen und mir meine bis dahin eingezahlten Pensionsbeiträge in der Höhe von rund 90.000 Euro brutto auszahlen lassen. Die Pensionsansprüche, die ich seit dem Jahr 2000 erworben habe, werden erst dann fällig, wenn ich meine Pension antrete. Außerdem möchte ich festhalten, dass ich nach Beendigung meiner 31-jährigen Tätigkeit im ORF die mir gesetzlich zustehende Abfertigung in der Höhe von 246.000 Euro brutto habe auszahlen lassen. Auch wenn mir niemand unterstellt, irgendetwas unrechtmäßig erworben zu haben, möchte ich abschließend trotzdem festhalten, dass jeder Cent auf rechtlich einwandfreier Basis steht." (red, derStandard.at, 22.1.2014)

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